Herausgebrochene Fenster in einer Wohnung
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Die Druckwelle hat die Fenster der Wohnung in Bad Füssing herausgedrückt

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Bad Füssing: Reinigungsmittel schuld an Explosion in Wohnhaus?

Nach einer Explosion in einem Wohnhaus bei Bad Füssing mit einem Schwerverletzten läuft die Suche nach der Ursache weiter. Die Polizei vermutet, dass Putzmittel und ein Lichtschalter die Explosion verursachten. Einen ähnlichen Fall gab es in Zwiesel.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Niederbayern am .

In einem Appartementhaus bei Bad Füssing im Landkreis Passau ist es am vergangenen Samstag zu einer heftigen Explosion gekommen. Ein Bewohner wurde dabei schwer, dessen Frau leicht verletzt. Als Ursache vermutet die Polizei Reinigungsmittel. Ein ähnlicher Fall wurde vor etwa einem Jahr aus Zwiesel im Landkreis Regen gemeldet.

Explosion durch Reinigungsmittel und Lichtschalter

Nach ersten Erkenntnissen, hieß es am Montag, sei das Hantieren mit Reinigungsmitteln ursächlich für die Explosion in Bad Füssing. Ausgelöst wurde sie letztendlich, als der Bewohner eines Appartements einen Lichtschalter im Badezimmer bediente, so die Polizei. Ob das der wahre Grund ist, untersuchen nun Experten der Kriminalpolizei. Am Dienstag gab es noch keine weiteren Informationen.

Im ähnlich gelagerten Fall in Zwiesel wurde die Vermutung, Putzmittel hätten eine Explosion verursacht, wieder verworfen. Warum es dort in einem Badezimmer zur Explosion gekommen war, ist bis heute nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft Deggendorf, die in dem Fall ermittelte, wollte aus unbekannten Gründen die tatsächliche Ursache nicht veröffentlichen.

Bilanz: Zwei Verletzte und hoher Sachschaden

Das Haus in Bad Füssing wurde durch die Explosion am Wochenende stark beschädigt. Beim Eintreffen der Rettungskräfte lagen Mauerteile auf der Straße, Fenster waren herausgedrückt. Der Schaden beträgt mehrere Zehntausend Euro. Offenes Feuer brach nicht aus.

In der Wohnung fanden die Einsatzkräfte die beiden Verletzten: Der 52-jährige Mann wies starke Brandverletzungen auf, seine 46-jährige Frau war leicht verletzt.

Appartementhaus weiter bewohnbar

Der Mann wurde in eine Spezialklinik für Brandverletzungen gebracht. Seine Ehefrau kam in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Weitere Bewohner des Hauses wurden nicht verletzt und konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Das Haus ist weiter bewohnbar. Es handelt sich um ein Appartementhaus im Stadtteil Würding – die Verletzten waren nach ersten Erkenntnissen Langzeitbewohner der Anlage.

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