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B15 Weiterbau: Bund Naturschutz fordert Planungsabbruch | BR24

© BR/ Harald Mitterer

Baustelle der "B15 neu" Anschlussstelle an der A92 zwischen Wörth an der Isar und Landshut-Essenbach.

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    B15 Weiterbau: Bund Naturschutz fordert Planungsabbruch

    Der Bund Naturschutz und die Kreisgruppe Landshut fordern ein Ende der Planungen zur "B15 neu". Diese müsse ihrer Meinung nach an der A92 enden. Kritik werde aber "systematisch ausgeblendet".

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    Der Bund Naturschutz und seine Kreisgruppe Landshut fordern den Abbruch der weiteren Planungen für die "B15 neu" im Raum Landshut. Damit reagieren die Naturschützer auf den neuen Planfeststellungsentwurf des Staatlichen Bauamtes Landshut zum Weiterbau der B15.

    Forderung: "B15 neu" muss an A92 enden

    Der Abschnitt von Essenbach bis Dirnau mit einer Brücke über die Isar würde einen ersten Schritt für den Weiterbau Richtung Süden bedeuten. Der Bund Naturschutz bleibt bei seiner Forderung: Die "B15 neu" müsse an der neuen Anschlussstelle auf der A92 zwischen Wörth an der Isar und Essenbach enden.

    "Es fehlt ein Gesamtkonzept. Dieser Brückenschlag wird keine Verbesserung für Landshut bringen. Im Gegenteil, die nachgeordneten Straßen werden überflutet und Landshut wird über viele Jahre unzumutbaren Zuständen ausgesetzt." Reinhold König, Vorstandsmitglied und Vertreter der Bund-Naturschutz-Kreisgruppe im Dialogforum zur Süd-Ost-Umfahrung von Landshut.

    Bund Naturschutz schlägt alternativ eine Osttangente vor

    Der Bund Naturschutz sieht zur Verbesserung des Verkehrsflusses im östlichen Stadtgebiet in einer stadtnahen Osttangente eine kostengünstigere Alternative mit einem deutlich geringeren Eingriff in den Naturhaushalt.

    Ein weiterer Kritikpunkt für den Bund Naturschutz ist die Abschnittsbildung. Der aktuell zu planende Abschnitt ist lediglich 1,8 km lang und endet genau vor dem Flora-Fauna-Habitat "Leiten der unteren Isar", das nach EU-Recht geschützt ist. Der nächste Abschnitt würde laut Bund Naturschutz durch das Schutzgebiet führen. Ob dies rechtlich möglich wäre, sei äußerst fraglich. Die nötige positive Stellungnahme der EU-Kommission liege bisher nicht vor.

    "Kritische Fragen der Umweltauswirkungen werden so systematisch ausgeblendet. Wir befürchten massive Eingriffe in das FFH-Gebiet, die Zerschneidung der Isarauen und der Isarhangleiten." Kathy Mühlebach-Sturm, Vorsitzende der Kreisgruppe Landshut und Mitglied des Landesvorstands des Bund Naturschutz.

    Bisherige Straßenbauprojekte müssten auf den Prüfstand

    Die Isarauen seien für Natur und Mensch zu wertvoll, um sie einem Verkehrsprojekt zu opfern. Der Bund Naturschutz vertritt die Position, dass in Zeiten anhaltender Diskussionen über Klimakrise und Flächenverbrauch auch bisherige Straßenbauprojekte auf den Prüfstand gehören.

    "Das Projekt ist nicht mehr zeitgemäß. Das Geld gehört in den öffentlichen Nahverkehr – etwa den Ausbau der Schiene – und nicht in überdimensionierte Straßenprojekte, deren Fortführung sehr ungewiss ist." Kathy Mühlebach-Sturm, Vorsitzende der Kreisgruppe Landshut und Mitglied des Landesvorstands des Bund Naturschutz.

    Der Bund Naturschutz kündigt bei fortschreitenden Planungen bereits jetzt massiven Widerstand auf breiter Basis an. Er wird sich mit aller Kraft und legalen Mitteln für das Bauende der B15 neu an der A92 einsetzen.

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