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Autozulieferer Leoni schreibt weiter rote Zahlen | BR24

© dpa-Bildfunk/Daniel Karmann

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Autozulieferer Leoni schreibt weiter rote Zahlen

Leoni hat die Flaute der Autoindustrie im zweiten Quartal deutlich zu spüren bekommen und erneut Geld verloren. Unter dem Strich verbuchte Leoni einen Verlust von 44 Millionen Euro, wie das SDax-Unternehmen in Nürnberg mitteilte.

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Nach einem Plus von 41 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, verbuchte Leoni im zweiten Quartal 2019 einen Verlust von 44 Millionen Euro. Schon im ersten Geschäftsquartal hatte Leoni ein Minus geschrieben. Das schwache Marktumfeld habe die Umsatz- und Ergebnisentwicklung belastet, teilte der Autozulieferer mit.

Autozulieferer unter Druck

Sowohl die Kabel- als auch die Bordnetzsparte waren von den Problemen deutlich betroffen. Der Verlust vor Zinsen und Steuern betrug 30 Millionen Euro, nach einem positiven operativen Ergebnis in Höhe von 62 Millionen Euro im zweiten Quartal des Vorjahres. Der Umsatz sank wegen der schwachen Lage bei den Kunden aus der Autoindustrie um sechs Prozent auf 1,25 Milliarden Euro.

Leoni-Vorstand zuversichtlich

Leoni brauche "weder Arzt noch Pfarrer", sagt Leoni-Chef Aldo Kamper bei der Vorstellung der Quartalszahlen. Er setzt auf die Selbstheilungskraft seines Unternehmens. Das 120 Millionen Euro schwere Umbauprogramm Value 21 sei auf einem guten Weg und der krisenerfahrene Sanierer Hans-Joachim Ziems hat als Berater ein Büro in der Nürnberger Verwaltung bezogen. Auch die neue Finanz-Chefin Ingrid Jägering habe Erfahrung in „Turnaround-Situationen“, so Kamper. Weiter offen ist, welche Rolle die Kabelsparte von Leoni bei dieser Umkehr spielt. Das Unternehmen will sie entweder verkaufen oder an die Börse bringen. Das allerdings frühestens im Jahr 2020.

© Bayerischer Rundfunk 2019

Leoni AG in Nürnberg