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Autozulieferer Leoni erhält Staatshilfe | BR24

© picture alliance/dpa

Kabel von Leoni

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    Autozulieferer Leoni erhält Staatshilfe

    Der angeschlagene Autozulieferer Leoni mit Sitz in Nürnberg erhält in der Corona-Krise Staatshilfe. Der Bund und die Länder Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen hätten einen Kredit in Höhe von 330 Millionen Euro bewilligt, teilte Leoni mit.

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    Von
    • Martin Hähnlein

    Die Staatsbürgschaft ist dringend notwendig, um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten. Durch die Ausbreitung des Corona-Virus legte die Autoindustrie eine Vollbremsung hin, das Geschäft von Leoni ist drastisch eingebrochen. Werke in Europa, Nordafrika und den USA mussten geschlossen werden, in Deutschland hat das Unternehmen für Produktion und Verwaltung Kurzarbeit beantragt. 4.700 Menschen beschäftigt Leoni hier.

    Gewinnrückgang, Pannen, Umstrukturierung

    Seit einiger Zeit schon hat Leoni mit rückläufigem Gewinn zu kämpfen. Im vergangenen Jahr musste der Konzern einen Verlust von 66 Millionen Euro verbuchen. Als Grund nannte Leoni vor allem die schwächere Nachfrage der Automobilindustrie. Auch Pannen bei einem Werk in Mexiko sowie Kosten für Umstrukturierungen belasteten das Ergebnis.

    Liquidität wird dringend benötigt

    Mit einer groß angelegten Sanierung will der Kabel- und Bordnetzhersteller die Kosten wieder in den Griff bekommen. Ab übernächstem Jahr soll jährlich eine halbe Milliarde Euro eingespart werden. Doch das ist Zukunftsmusik. Zunächst einmal braucht der Konzern mit weltweit etwa 95.000 Mitarbeitern Liquidität.