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Autorennen oder nicht: Rechtsstreit um geschrotteten Porsche | BR24

© dpa-Bildfunk/Matthias Balk

Berufungsprozess am OLG München: Versicherung will nicht für geschrotteten Porsche zahlen.

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    Autorennen oder nicht: Rechtsstreit um geschrotteten Porsche

    Ein Porsche-Fahrer fordert nach einem Unfall im Rhein-Sieg-Kreis Geld von seiner Versicherung. Diese will aber nicht zahlen und wirft ihm vor, an einem Autorennen teilgenommen zu haben. Jetzt muss das Oberlandesgericht München entscheiden.

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    Viel zu schnell war ein Autofahrer auf einer Straße im Rhein-Sieg-Kreis unterwegs und stieß mit einem anderen Wagen zusammen - für seinen geschrotteten Porsche will der Autofahrer von seiner Versicherung mehr als 82 000 Euro.

    Schon in der Berufung: Versicherung gegen Porschefahrer

    Weil diese dem Mann aber die Teilnahme an einem Autorennen vorwirft und deswegen nicht zahlen will, muss das Oberlandesgericht München (OLG) in einer Berufung entscheiden. An diesem Freitag (24.5.19) hören sich die Richter einen Sachverständigen an, der sein Gutachten zu dem Unfall vorstellt.

    Justizangaben: Porschefahrer wollte sich von anderem Sportwagen absetzen

    Der Kläger war im März 2014 auf einer Straße im Rhein-Sieg-Kreis am Steuer seines Porsches unterwegs. Der damals 43-Jährige wollte sich nach Justizangaben von einem hinter ihm fahrenden Sportwagen absetzen und fuhr deswegen zu schnell. In einer Kurve verlor der Mann die Kontrolle über sein Auto, geriet auf die Gegenspur und prallte dort mit einem weiteren Auto zusammen. Dessen Fahrer und der Porsche-Fahrer verletzten sich laut Polizei schwer.

    Versicherung: Kein Geld für Schäden bei Autorennen

    Die Versicherung weigert sich, dem Mann die Kosten für sein zerstörtes Auto zu erstatten. Der Porsche-Fahrer habe sich mit dem hinter ihm fahrenden Fahrzeug ein Rennen geliefert und deswegen den Unfall vorsätzlich herbeigeführt, so die Versicherung. Deswegen gebe es keinen Versicherungsschutz.

    Erste Instanz gab dem Porschefahrer Recht

    Das Unternehmen ging gegen ein Urteil des Landgerichts München I in Berufung. Die Richter dort hatte dem Autofahrer Recht gegeben. Er habe an keinem Rennen teilgenommen und den Unfall nur grob fahrlässig, aber nicht vorsätzlich herbeigeführt.