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Automobilzulieferer Preh will 77 Stellen abbauen | BR24

© BR/ Christiane Scherm

An seinem Standort in Bad Neustadt (Lkr. Rhön-Grabfeld) sollen beim unterfränkischen Automobilzulieferer Preh Stellen abgebaut werden. Laut Unternehmen sollen vom Kostensenkungsprogramm vor allem Jobs in der Entwicklungsabteilung betroffen sein.

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Automobilzulieferer Preh will 77 Stellen abbauen

An seinem Standort in Bad Neustadt (Lkr. Rhön-Grabfeld) sollen beim unterfränkischen Automobilzulieferer Preh Stellen abgebaut werden. Laut Unternehmen sind vom Kostensenkungsprogramm vor allem Jobs in der Entwicklungsabteilung betroffen.

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Der Automobilzulieferer Preh baut wegen der Krise in der Automobilindustrie Stellen ab. Bis zu 77 Stellen am Standort Bad Neustadt sollen wegfallen, vor allem in der Entwicklungsabteilung, wie das das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Aktuell hat Preh am Stammsitz in Bad Neustadt 1.860 Vollzeitmitarbeiter.

Stellenabbau trotz gefüllter Auftragsbücher

Grund für das Kostensenkungsprogramm sei laut Unternehmen die anhaltend negative Branchenentwicklung in der Automobilindustrie. So sei Preh zu Sparmaßnahmen gezwungen. In den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen am Stammsitz die Arbeitsplätze massiv ausgebaut. Auch aktuell seien die Auftragsbücher gut gefüllt und Preh trotz des akuten Kostendrucks gut am Markt positioniert, sagt der Interims Co-CEO Michael Roesnick, ergänzt aber: "Die aktuelle Gesamtsituation zwingt uns dazu, gegenzusteuern."

Sozialverträgliche Gestaltung des Abbaus

Der Personalabbau soll laut Unternehmen so sozialverträglich wie möglich gestaltet werden. Zu diesen Maßnahmen zähle unter anderem, dass altersbedingt freiwerdende Stellen teilweise nicht nachbesetzt würden. Einen Beitrag wird auch Preh Schweden leisten: Die vergleichsweise kleine E-Mobility-Einheit in Jönköping soll zum Jahresende geschlossen werden. Nur der Standort Göteborg bleibt erhalten.

Preh-Gruppe besteht seit 100 Jahren

Weltweit hat die Preh-Gruppe, die in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag gefeiert hat, eigenen Angaben zufolge 7.300 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr erzielte sie einen Umsatz von mehr als 1,3 Milliarden Euro. Seit 2011 gehört Preh zur chinesischen Joyson-Unternehmensgruppe. Aktuell produziert das Unternehmen beispielsweise die Bediensysteme in Oberklasse-Limousinen von BMW.