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Autofreier Tag im Landkreis Pfaffenhofen ein Flop | BR24

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Der Klimaschutz wird immer wichtiger. Dass neben internationalen Abkommen auch kleine Initiativen etwas bewirken können, das wollte der oberbayerische Landkreis Pfaffenhofen zeigen, mit einem autofreien Sonntag.

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Autofreier Tag im Landkreis Pfaffenhofen ein Flop

Überall Autos, Motorräder und Roller: Der erste autofreie Sonntag im Landkreis Pfaffenhofen hat sich als Misserfolg herausgestellt. Landrat Martin Wolf räumte nun ein, zu wenig Werbung für den freiwilligen Auto-Verzicht gemacht zu haben.

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Alle Bürger mit dem Pfaffenhofener Kennzeichen "PAF" wurden gebeten, an diesem Tag das Auto freiwillig stehen zu lassen und nicht-motorisierte Verkehrsmittel zu nutzen. Dennoch waren zahlreiche Bürger mit dem Auto unterwegs.

Zu wenig Werbung für Autoverzicht

Landrat Martin Wolf räumte ein, zu wenig Werbung für den Autoverzicht gemacht zu haben. Erst vor wenigen Wochen hatte man sich für den autofreien Sonntag entschieden – offenbar zu spät, um den gesamten Landkreis einzustimmen.

Wolnzach: Oldtimer-Rallye mit mehr als 100 Fahrzeugen

Das zeigte sich am deutlichsten in Wolnzach. Dort fand am Sonntagvormittag sogar noch eine Oldtimer-Rallye mit mehr als 100 Fahrzeugen statt.

Landkreis Pfaffenhofen gibt nicht auf

Dennoch will der Landkreis es auch im kommenden Jahr mit einem autofreien Tag probieren. Das Projekt gehört zum Klimaaktionsprogramm des Landkreises. Hinter dem Programm stehen alle Parteien und Organisationen wie der Bund Naturschutz.

Erinnerung an die Zeit der Ölkrisen

Landrat Wolf wollte mit der Aktion "Autofreier Sonntag" bewusst an die Zeit der Ölkrisen erinnern. So ruhte am 25. November 1973 der Autoverkehr in ganz West-Deutschland. Bilder von spielenden Kinder auf der Fahrbahn, Radler mitten auf der Autobahn gingen durch die Presse. Als Reaktion auf die Ölkrise hatte die Bundesregierung mit dem Energiesicherungsgesetz an vier Sonntagen über ein allgemeines Fahrverbot verfügt.

An den anderen Tagen über sechs Monate hin galt ein vorübergehendes Tempolimit von 100 Stundenkilometern auf Autobahnen und 80 Stundenkilometern auf Landstraßen. Die Ölkrisen 1973 und 1979/1980 führten zu schweren Rezessionen in den Industrieländern und zu einem Umdenken: "Energiesparen – unsere beste Energiequelle" lautete eine Kampagne der Bundeswirtschaftsministeriums.