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Blaulicht
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Gerhard Brack
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Der Fahrer war verdächtigt worden, mit seinem Wagen in Aschau eine 23-Jährige erfasst und so schwer verletzt zu haben, dass sie im Krankenhaus starb. Nach Polizeiangaben vom vergangenen Dienstag hatte er eingeräumt, zur Unfallzeit am Steuer gesessen zu haben.

Tod auf dem Heimweg von der Diskothek

Das Unfallopfer war am frühen Sonntagmorgen zusammen mit einem Begleiter auf dem Heimweg von einer Diskothek. Anders als ihr Begleiter sei die Frau am Sonntagmorgen auf der Straße gelaufen - möglicherweise, weil diese bei den winterlichen Straßenverhältnissen besser geräumt gewesen war als der Gehweg. Kurz vor vier Uhr wurde die Frau von dem Auto erfasst und auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Der Fahrer des Wagens fuhr weiter.

"Keine Spuren" eines Verkehrsunfalls

Bei der Untersuchung des Wagens konnten laut Polizei "keine Spuren festgestellt werden, die darauf hinweisen, dass der Fahrer einen möglicherweise stattgefundenen Verkehrsunfall bemerkt haben müsste". Der Gutachter habe am Auto keine Beschädigungen festgestellt, "die einen sicheren Rückschluss auf einen Verkehrsunfall zulassen". Der Vorwurf der fahrlässigen Tötung und des versuchten Totschlags durch Unterlassen lasse sich daher "zum jetzigen Zeitpunkt nicht aufrechterhalten".