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Autofahrer fährt Feuerwehrmann absichtlich über den Fuß | BR24

© pa/Reality/Robert Schlesinger

Ein Feuerwehrmann mit Sicherheitsschuhen (Symbolbild)

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    Autofahrer fährt Feuerwehrmann absichtlich über den Fuß

    In Landshut hat sich ein 78 Jahre alter Autofahrer so sehr über eine Verkehrssperre wegen der Beseitigung einer Ölspur geärgert, dass er einen Feuerwehrmann angefahren hat. Der Feuerwehrler erlitt Prellungen. Er musste in eine Klinik gebracht werden.

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    Ein 78-jähriger Autofahrer aus Landshut hat einen Feuerwehrmann im Einsatz absichtlich angefahren und ihn dabei verletzt.

    Feuerwehrmann sollte Straße sperren

    Der Vorfall ereignete sich bereits am Dienstag in der Ergoldinger Straße in Landshut, wie jetzt bekannt wurde. Der Feuerwehrmann wollte den Autofahrer nicht passieren lassen, da gerade ein Einsatz zur Beseitigung einer Ölspur lief. Auch nach einer Erklärung zur Einsatzlage blieb der Mann uneinsichtig und bestand weiter darauf, die Absperrung durchfahren zu dürfen, so die Polizei. Weil ihm der Feuerwehrmann im Weg stand und der 78-Jährige mittlerweile offenbar sehr wütend war, fuhr er dem Feuerwehrmann mehrmals erst gegen und dann über den Fuß.

    Der Ehrenamtliche erlitt Prellungen am Fuß und musste in einem Krankenhaus behandelt werden, teilte die Polizei Landshut weiter mit. Nur weil der Mann Sicherheitsschuhe trug, sei nichts gebrochen, hieß es.

    Anzeige gegen Autofahrer

    Der Autofahrer wurde angezeigt und muss sich nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, tätlichen Angriffs auf Personen, die Vollstreckungsbeamten gleichstehen, gefährlicher Körperverletzung und Nötigung im Straßenverkehr verantworten.

    Angriff auf Ehrenamtlichen verurteilt

    Stadtbrandrat Gerhard Nemela und der leitende Polizeidirektor Helmut Eibensteiner verurteilten in einer gemeinsamen Presseerklärung den Vorfall auf das Schärfste:

    "Einsatzkräfte, die ehrenamtlich Dienst für die Gesellschaft leisten, zu verletzten, geht überhaupt nicht." Gemeinsame Erklärung des Stadtbrandrats Gerhard Nemela und des leitenden Polizeidirektors Helmut Eibensteiner

    Mehr Gewalt gegen Einsatzkräfte

    Im Freistaat nimmt die Gewalt gegen Rettungskräfte zu. Vor einem halben Jahr haben Justizminister Georg Eisenreich (CSU) und Innenminister Joachim Herrmann (CSU) deshalb den bayernweiten "Aktionsplan Gewalt gegen Einsatzkräfte - Täter verfolgen, Helfer schützen" gestartet. Unter anderem sollen Angreifer in Zukunft schneller und konsequenter verfolgt werden. Außerdem wurden die Strafen verschärft: Bis zu fünf Jahre Gefängnis können für Angriffe gegen Einsatzkräfte verhängt werden.

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