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Auto rammt Radlerin mit Kinderanhänger – Mutter schwer verletzt | BR24

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Der Pressesprecher der Polizei Unterfranken äußert sich zum schweren Unfall mit Fahrradanhänger.

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Auto rammt Radlerin mit Kinderanhänger – Mutter schwer verletzt

Es ist der Albtraum von Eltern im Straßenverkehr: In Schweinfurt hat ein Autofahrer eine Radlerin und ihre drei Kinder übersehen. Sein VW rammte das Fahrrad samt Anhänger und schleifte die Familie etliche Meter mit. Die Mutter ist schwerverletzt.

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Dramatischer Unfall in der Schweinfurter Innenstadt: Eine Radlerin war am Montag gegen 18.50 Uhr mit ihren drei Kindern in der Zehntstraße unterwegs – zwei von ihnen saßen im Fahrradanhänger, eines radelte hinterher. Auf Höhe der Straße "Graben" übersah ein Autofahrer die Vorfahrt der vierköpfigen Familie. Sein Wagen rammte die Radlerin frontal und schleifte sie und ihre Kinder im Fahrradanhänger noch mehrere Meter mit.

Polizei: "Gehöriger Schutzengel" für die drei Kinder

Das dritte Kind, das seiner Mutter auf einem eigenen Fahrrad folgte, wurde nicht erfasst. Alle Kinder erlitten einen Schock, wurden aber glücklicherweise nicht verletzt.

"Man kann sicher sagen, dass alle drei Kinder einen gehörigen Schutzengel hatten – insbesondere die beiden, die in dem Fahrradanhänger saßen und (...) mitgeschleift worden waren." Michael Zimmer, Sprecher der Polizei Unterfranken

Zeugen des Unfalls ziehen Mutter unter Auto hervor

Das Glück der Frau: Viele Passanten hatten den Unfall beobachtet und eilten sofort zu Hilfe. Es gelang ihnen, die 26-Jährige unter dem Fahrzeug herauszuholen.

Ein Notarzt versorgte die schwerverletzte Frau. Der Rettungsdienst brachte sie und ihre Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren in ein Krankenhaus. Der 71-jährige Autofahrer erlitt einen Schock.

"Es ist besonders erwähnenswert, dass eine zweistellige Zahl von Passanten, die auf den Unfall aufmerksam geworden waren und die Notsituation auch sofort erkannt haben, gemeinschaftlich die 26-Jährige unter dem VW haben befreien konnten." Michael Zimmer, Sprecher der Polizei Unterfranken

Fahrradunfälle 2018 gestiegen

Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen, dass Radfahrten immer häufiger tödlich enden. 2018 starben in Deutschland 455 Radfahrer, darunter 89 auf Elektrorädern. Das waren 15 Prozent mehr Unfälle als 2017. Der Anstieg der Unfalltoten bei Radfahrern lag nicht nur am langen Sommer: Immer mehr Radfahrer müssen mit Auto- und Lkw-Fahrern um den knappen Platz auf den Straßen kämpfen - vor allem in den Städten. 2018 wurden 4,2 Millionen Fahrräder in Deutschland verkauft, der zweithöchste Wert in diesem Jahrzehnt. Jedes vierte neue Fahrrad ist ein Elektrorad. Ab dem Sommer sollen auch E-Scooter hinzukommen - aus Expertensicht eine weitere Unfallquelle. In Bayern 2018 starben 77 Radfahrer im Straßenverkehr, zehn Prozent mehr im Vorjahr. Und Bayern will den Radverkehr bis 2015 verdoppeln.

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Es ist der Albtraum von Eltern im Straßenverkehr: In Schweinfurt hat ein Autofahrer eine Radlerin und ihre drei Kinder übersehen. Sein VW rammte das Fahrrad samt Anhänger und schleifte die Familie etliche Meter mit. Die Mutter ist schwerverletzt.