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Ausstellung zu Sexfilm-Pionier Alois Brummer in Mainburg | BR24

© BR/Andreas Mack

In Mainburg erinnert eine Ausstellung an den Sexfilm-Pionier Alois Brummer.

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Ausstellung zu Sexfilm-Pionier Alois Brummer in Mainburg

Das Heimatmuseum Mainburg widmet Alois Brummer, einem Sexfilm-Pionier der 70er-Jahre, eine Sonderausstellung. Zu sehen sind dabei auch Filme des nahe Mainburg aufgewachsenen Produzenten, die Titel wie "Graf Porno bläst zum Zapfenstreich" tragen.

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Unter dem Motto "A bißl gschamt habn wir uns schon" erinnert das Museum in Mainburg (Lkr. Kelheim) an Brummer (1926-1984). Brummer, der auf einem Hopfenhof nahe der Stadt aufgewachsen ist, war einer der Wegbereiter des deutschen Sexfilms der 1970er-Jahre. Er produzierte Filme wie "Unterm Dirndl wird gejodelt" oder "Geilermanns Töchter - Wenn Mädchen mündig werden".

Mainburger wollten vom "schlüpfrigen Alois" nichts wissen

Doch die Mainburger wollten von Brummer nichts wissen. Zumindest offiziell. Nachdem seine Filme im Mainburg nicht gezeigt wurden, fuhr man neugierig nach Landshut oder München, um sich inkognito einen Brummer-Film anzusehen. Als der "schlüpfrige Alois" einen Dokumentarfilm über seine Heimat drehen wollte, untersagte man ihm das - zu groß war die Angst, Mainburg könnte in einem Sexfilm vorkommen.

Einer der erfolgreichsten Produzenten

Die Ausstellung zeichnet Alois Brummers Karriere nach und thematisiert zugleich die gesellschaftlichen Veränderungen von den prüden 1950er-Jahren bis zur "Sex-Welle" der Siebziger. Originalplakate, Aushangbilder, Fotos, Zeitungsausschnitte illustrieren die Welt des niederbayerischen Filmproduzenten, der einer der erfolgreichsten deutschen Filmproduzenten wurde.

Bei der Ausstellung wird an den geöffneten Sonntagen (jeder erste und dritte Sonntag im Monat) eine Retro-Reihe ausgewählter Brummer-Produktionen gezeigt. Am Sonntag steht "Beim Jodeln juckt die Lederhose" auf dem Programm. Beginn ist jeweils ab 16.30 Uhr, der Einlass ab 16 Jahren.

© BR/Andreas Mack

Die Ausstellung zeigt auch viele Filmplakate.

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Brummers Filme waren ein gefundenes Fressen für die Medien.