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Bildrechte: BR/Nicole Schmitt

Traditionell wünschen die Elftklässler den Prüflingen in Ebermannstadt mit Botschaften im Schulhaus viel Erfolg beim Abitur.

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    Außergewöhnliche Umstände: Abitur in Franken gestartet

    Distanz-, Wechselunterricht, Quarantäne: Schule ist seit Corona ziemlich herausfordernd. Unter diesen außergewöhnlichen Umständen hat nun das schriftliche Abitur begonnen. Am Gymnasium Fränkische Schweiz in Ebermannstadt traten 104 Prüflinge an.

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    Von
    • Nicole Schmitt

    Selten waren sie so früh in der Schule wie heute. Bereits um kurz nach sieben Uhr sitzt Saskia Grunow mit ein paar Mitschülern in der Aula des Gymnasiums Fränkische Schweiz in Ebermannstadt. Die 18-Jährige ist die Ruhe selbst. Sie fühlt sich gut gerüstet für die Abiturprüfungen, die heute beginnen - trotz Corona-Pandemie und Distanzunterricht.

    Freiwillige Selbsttests vor der Abitur-Prüfung

    Das Abitur 2021 ist für alle Beteiligten ein echter Kraftakt. Die größte Sorge des Schulleiters Siegfried Reck: Können auch alle 104 Abiturienten an den Prüfungen teilnehmen? Um auf Nummer Sicher zu gehen, konnten sich die Prüflinge im Vorfeld freiwillig an der Schule testen lassen. "Wir haben diesen Test am Montag gemacht, weil wir dann noch, wenn die Selbsttests positiv ausgefallen wären, PCR-Tests hätten nachschieben können", sagt Siegfried Reck. Ein ortsansässiger Arzt hatte zugesagt, im Fall der Fälle schnellstmöglich PCR-Tests durchzuführen und die Ergebnisse noch bis zum Abiturbeginn beizubringen.

    Das komplette Schulhaus wird zur Prüfungsstätte

    Das war aber gar nicht nötig. Alle Schülerinnen und Schüler, die sich testen ließen, waren negativ. 104 Abiturienten in Ebermannstadt konnten zur ersten schriftlichen Prüfung antreten. Wer sich nicht hatte testen lassen, wurde separiert. Anders als üblich, wurde nicht in Turn- oder Stadthalle geschrieben, wie Deutschlehrerin Heike Beckenbach erklärt: "Aufgrund der besonderen Situation haben wir uns dazu entschieden, immer nur eine kleine Gruppe in einem Raum zu beaufsichtigen."

    Das ganze Schulhaus wurde deshalb praktisch über Nacht zur Prüfungsstätte umfunktioniert und die Schülerinnen und Schüler in insgesamt zwölf Zimmer aufgeteilt. So schrieben sie ihr Deutsch-Abitur. Zwei Wochen später als ursprünglich geplant. Dafür mit Maske und einer halben Stunde mehr Zeit. Exakt 345 Minuten blieb den Schülern Zeit.

    Gute Vorbereitung auf das Abitur

    Schulleiter Siegfried Reck ist am Ende des Tages froh, dass alles reibungslos verlaufen ist. Wenngleich die Vorbereitungen für alle über die Maßen anstrengend gewesen seien, hätten die Ebermannstädter Zwölftklässler im Vergleich zu anderen Schülern sogar noch Glück gehabt. Immerhin konnten sie seit Februar im Präsenzunterricht beschult werden. "In den Wochen und Monaten davor lief das Abitur genauso an, wie wir es gewohnt sind. Die Schüler hatten eine ideale Vorbereitung, auch unter diesen Bedingungen", sagt Deutschlehrerin Beckenbach.

    Schüler zufrieden mit dem Abi-Start

    Und auch die 18-jährige Saskia Grunow ist nach der ersten Prüfung zufrieden. Sie hat als Thema die Erörterung gewählt. "Es ging um die Netzkultur und wie wir unsere Meinung im Internet austauschen. Da konnte ich auf jeden Fall genug schreiben." Jetzt werde erst einmal verschnauft. Nächste Woche geht es dann weiter. Dann steht Mathematik auf dem Prüfungsplan.

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