Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Ausschreitungen im Ankerzentrum: Herrmann fordert harte Strafen | BR24

© pa/dpa/Armin Weigel

Schild am Ankerzentrum in Stephansposching.

Per Mail sharen

    Ausschreitungen im Ankerzentrum: Herrmann fordert harte Strafen

    Nach dem Gewaltausbruch in einer Asylunterkunft in Stephansposching im Landkreis Deggendorf fordert Bayerns Innenminister Herrmann harte Strafen für die Randalierer. Fünf Polizisten wurden verletzt, gegen drei Nigerianer erging Haftbefehl.

    Per Mail sharen

    Nach den Ausschreitungen im Ankerzentrum in Stephansposching (Lkr. Deggendorf) fordert Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) harte Strafen und eine rasche Abschiebung der drei festgenommenen Asylbewerber. "Wer sich so aufführt, hat in unserem Land nichts zu suchen", heißt es in einer Pressemitteilung des Innenministeriums.

    Abschiebungen bereits geplant

    Weiter heißt es laut Mitteilung, dass bei zwei der Inhaftierten bereits für Juli Abschiebungen geplant seien. Diese sollen nun nach der eventuell noch zu verbüßenden Haftstrafe unmittelbar vollzogen werden. Beim dritten Tatverdächtigen läuft das Verfahren noch, er hatte erst im März dieses Jahres einen Asylantrag gestellt. Auch er dürfe nach einer Bestrafung nicht mit einem weiteren Aufenthalt in Deutschland rechnen, erklärte Herrmann in der Mitteilung.

    "Die drei Gewalttäter, gegen die Haftbefehl erlassen wurde, haben mit ihrem Verhalten gezeigt, dass sie keinen Schutz in unserer Gesellschaft suchen. Die Täter dürfen hier nicht mit Nachsicht rechnen, sondern nur mit der vollen Härte des Rechtsstaats. Jemand, der hier um Asyl ersucht, aber sich dermaßen aufführt, hat bei uns nichts mehr verloren." Joachim Herrmann

    Polizisten bei Randalen in Asylunterkunft verletzt

    Am Freitagabend war es im Ankerzentrum in Stephansposching während eines Polizeieinsatzes zu Ausschreitungen gekommen. Dabei erlitten fünf Polizisten leichte Verletzungen. Sechs Männer aus Nigeria im Alter zwischen 23 und 38 Jahren wurden festgenommen. Gegen drei von ihnen wurde Haftbefehl erlassen, wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Gefangenenbefreiung.