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Auslastung im Bosch-Werk Bamberg deutlich gesunken | BR24

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Die Auslastung im Bosch-Werk Bamberg ist deutlich gesunken.

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    Auslastung im Bosch-Werk Bamberg deutlich gesunken

    Schlechte Nachrichten vom Autozulieferer Bosch in Bamberg: Die Auslastung des Werks sei massiv gesunken, heißt es vom Betriebsrat. Grund ist der zunehmende Wechsel zur Elektromobilität.

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    Die Auslastung beim Autozulieferer Bosch in Bamberg sei massiv gesunken, beklagt der Betriebsratsvorsitzende Mario Gutmann bei einem Pressegespräch der IG Metall in Bamberg. Die Transformation hin zur Elektromobilität könne zwar nicht mehr aufgehalten werden, aber sie gehe viel zu schnell, so Gutmann. Bei E-Autos würden die in Bamberg vorwiegend hergestellten Einspritzsysteme nicht mehr benötigt.

    Weitere Stellenstreichungen befürchtet

    Im vergangenen Jahr hatte es bereits 160 Schließschichten gegeben. Das heißt: Werden weniger Stückzahlen gebraucht, müssen Mitarbeiter aus bestimmten Bereichen mit ihrem persönlich angesammelten Mehrarbeitsstundenkonto das ausgleichen. In diesem Jahr seien es bereits 110, so der Betriebsratsvorsitzende weiter. Betriebsbedingte Kündigungen seien im Bamberger Bosch-Werk aufgrund einer Betriebsvereinbarung nicht möglich. Aber im vergangenen Jahr wurden bereits rund 200 Stellen eingespart – beispielsweise über Vorruhestandsregelungen. Auch in diesem Jahr sollen weitere Stellen abgebaut werden. Mario Gutman befürchtet, dass in den nächsten zehn Jahren durch die Fluktuation über 2.000 Arbeitsplätze beim Bosch-Werk in Bamberg wegfallen.

    Herstellung von Einspritzsysteme für Benzin- und Dieselmotoren

    In dem Werk werden hauptsächlich Einspritzsysteme für Benzin- und Dieselmotoren produziert. Neu hinzu gekommen ist die Fertigung von stationären Brennstoffzellen. Sie wandeln Erdgas oder Wasserstoff in Elektrizität um. Gedacht sind sie als dezentrale Energieversorgung etwa für Rechenzentren oder Krankenhäuser, als Absicherung bei Stromengpässen oder Ausfällen. Mitte dieses Jahres werden die ersten Brennstoffzellen in Kleinserie gebaut. Noch sind in dem Bereich aber laut Gutmann lediglich 70 Mitarbeiter beschäftigt.

    Forderung der IG Metall

    Bei Bosch in Bamberg arbeiten derzeit rund 7.500 Menschen. Der IG Metall Vorsitzende Jörg Hofmann fordert von der Bosch-Konzernleitung, dass Beschäftigung in Bamberg gesichert wird und dass über Investitionen zukunftsfähige Jobs am Standort Bamberg entstehen. Was die Konzernleitung derzeit an Neuerungen angestoßen hat, reiche noch nicht aus.