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Ausgesetzte Goldfische räubern Biotope leer | BR24

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Goldfisch

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Ausgesetzte Goldfische räubern Biotope leer

Natur schädigt Natur - das ist im Landkreis Altötting geschehen. Da hatten Unbekannte Goldfische und Sonnenbarsche in einem Weiher ausgesetzt - mit schlimmen Folgen: die Fische haben praktisch den ganzen Amphibienbestand vernichtet. Von David Herting

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So etwas kommt immer wieder vor, berichtet der Bund Naturschutz. Manche Goldfischbesitzer haben plötzlich keine Lust mehr, das Glas zu reinigen oder Futter zu kaufen, und dann geht man halt einfach zum nächstgelegenen Teich und schmeißt sein Haustier rein. Das Problem: vor allem Goldfische sind sehr hungrig und auch noch Allesfresser.

Hungrig auf Algen, Froschlaich, Molch-Eier

Das wird dann schnell zum Problem für Frösche und Molche, denn die Fische fressen nicht nur den Laich, sondern auch Algen, auf die normalerweise Eier abgelegt werden, dazu auch Larven und Kleinkrebse, die als Nahrung der Amphibien dienen.

Und so kann ein ganzer Teich ganz schnell frei von Fröschen und Molchen sein. Zudem ist das Aussetzen von nicht-heimischen Arten - der Goldfisch stammt nämlich aus dem östlichen China - verboten, und zwar nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Wer also seinen Goldfisch loswerden will, sagt der Bund Naturschutz, sollte lieber zur Zoohandlung gehen und ihn dort abgeben.

© pa/dpa

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