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Ausgangssperre: Christmetten im Bistum Würzburg beginnen früher | BR24

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Ausgangssperre: Christmetten im Bistum Würzburg beginnen früher

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    Ausgangssperre: Christmetten im Bistum Würzburg beginnen früher

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder macht an Heiligabend keine Ausnahme für die Ausgangssperre. Christmetten sollen daher so zeitig enden, dass die Gläubigen um 21 Uhr wieder daheim sein können. Der Würzburger Bischof Franz Jung zeigt Verständnis.

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    Von
    • Alisa Wienand

    Die Entscheidung ist gefallen: Auch an Heiligabend gilt die bayernweite Ausgangssperre. Für die Christmetten bedeutet das, dass sie in diesem Jahr nur stattfinden dürfen, wenn sie vor 21 Uhr enden. Der Würzburger Bischof Franz Jung zeigt Verständnis für die Entscheidung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). "Wir sind froh, dass wir überhaupt Gottesdienste halten können in diesem Jahr, auch an Heiligabend", sagte der Bischof gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Denn für viele Menschen sei das der emotionale Höhepunkt des Kirchenjahres.

    Bistum will sich an staatliche Vorgaben halten

    In einer Mitteilung der Diözese heißt es, dass sich das Bistum dazu verpflichte, verantwortungsvoll mit der Möglichkeit umzugehen, auch während des Lockdowns öffentliche Gottesdienste zu feiern. "Wir wollen uns als Kirche natürlich an die Maßgaben halten, die von staatlicher Seite erlassen werden", sagte der Bischof. Das Bistum müsse dafür Sorge tragen, dass alle Gottesdienstbesucher auch an Heiligabend bis 21 Uhr wieder zuhause sein können.

    Gottesdienst-Absagen nur in Ausnahmefällen

    Einige Christmetten im Bistum Würzburg werden daher nach vorne verlegt: Anstelle von 22.30 Uhr findet die Christmette im Würzburger Kiliansdom schon um 19 Uhr statt. Wie das Bistum mitteilt, wird der Gottesdienst auf dem YouTube- und Facebook-Auftritt der Diözese sowie auf der Webseite des Bistums live übertragen. Auch viele weitere Gemeinden im Bistum würden ihre Gottesdienste im Internet übertragen und so die Gelegenheit bieten, von Zuhause aus mitzufeiern. Abgesagt werden dürfen die Weihnachtsgottesdienste laut Bistum nur im Einzelfall. Die ökumenische Weihnachtsfeier auf dem Würzburger Residenzplatz mit geplanten 400 Teilnehmern ist bereits abgesagt worden.

    Keine Messen direkt in der "Heiligen Nacht"

    Aufgrund der aktuellen Situation hat sich Bischof Franz Jung in einem Brief an die Katholiken im Bistum gewendet. Darin steht unter anderem: "Viel Liebgewonnenes wird in diesem Jahr nicht möglich sein. Vor allem, dass uns die Heilige Nacht selbst für das gottesdienstliche Feiern genommen ist, schmerzt sehr."

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