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Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen erreichen Höchstwert | BR24

© Picture Alliance/Sven Hoppe

Auch im Englischen Garten in München musste die Polizei ausrücken.

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    Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen erreichen Höchstwert

    Das schöne Wetter hat am Samstag zahlreiche Menschen ins Freie gezogen. Die Anzeigen, die bei der Polizei wegen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen eingingen, erreichten dabei zum Teil einen Höchstwert. Die Beamten waren im Dauereinsatz.

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    Wie im gesamten Freistaat dürfen auch die Münchner ihre Wohnung derzeit nur "aus triftigen Gründen" verlassen. Wer sich nicht an die geltenden Ausgangsbeschränkungen hält, die zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verhängt wurden, macht sich strafbar. Und so war die Polizei auch in fast allen Regierungsbezirken wegen Verstößen im Einsatz.

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    344 Anzeigen alleine in München

    Bei der Polizei München gingen am Samstag so viele Anzeigen ein wie noch nie seit Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen am 21. März. Wie das Polizeipräsidium mitteilte, kam es zu 344 Anzeigen, die allermeisten (324) richteten sich gegen Personen, die sich nicht an die Ausgangsbeschränkungen hielten (Am Samstag waren es 251). In München hätten sich wegen des schönen Wetters besonders viele Menschen an der Isar und in den Parks aufgehalten, sagte ein Polizeisprecher. Bis Sonntagmorgen hätten die Beamten mehr als 7.000 Kontrollen durchgeführt.

    Etliche Einsätze auch in Mittelfranken und der Oberpfalz

    So meldete die Polizei in fast allen Regierungsbezirken zahlreiche Einsätze wegen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen. Im Bereich der Polizei Oberbayern Nord rückte die Polizei alleine dort mehr als 150 Mal aus. Weil etwa der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten worden sei, sich Menschen in die Sonne legten oder Grillfeste veranstalteten.

    Auch in der Oberpfalz beschäftigten Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen die Beamten. Hier waren sie gut 140 Mal im Einsatz. In Mittelfranken stand etwa die Hälfte aller Einsätze mit den Ausgangsbeschränkungen in Zusammenhang. "Wir sind von A nach B gefahren", sagte ein Sprecher über den Samstag.

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    Im südlichen Schwaben war es dagegen ruhiger. "Wir haben Berge und Hütten abgesucht, aber man hat sich an die Verbote gehalten", sagte ein Sprecher der Polizei Schwaben Süd am Sonntag.

    Söder: "Appelle allein reichen nicht"

    "Ich kann auch verstehen, dass man sein gewohntes Leben gerne weiterführt", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem "Spiegel". Zugleich verteidigte er die in Bayern restriktiveren Maßnahmen als in anderen Bundesländern, weil "Appelle allein nicht reichen". Laut den derzeit noch bis 3. April geltenden Beschränkungen ist das Verlassen der Wohnung nur noch aus Arbeitsgründen, für notwendige Einkäufe, Arztbesuche oder "Sport und Bewegung an der frischen Luft" erlaubt. Alles aber nur alleine oder mit den Menschen, die in derselben Wohnung leben. Wer die Regeln nicht einhält - etwa den Mindestabstand von 1,5 Metern - muss mit einem Bußgeld ab 150 Euro rechnen.

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