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Corona-Hotspot: Ausgangsbeschränkungen in Passau treten in Kraft | BR24

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Ab sofort dürfen alle Bewohner von Passau nur noch aus triftigen Gründen vor ihre Haustüren. Die Stadt hat wegen hoher Neuinfiziertenzahlen die Corona-Maßnahmen verschärft. Sie gelten vorerst eine Woche.

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Corona-Hotspot: Ausgangsbeschränkungen in Passau treten in Kraft

Ab sofort dürfen alle Bewohner von Passau nur noch aus triftigen Gründen vor ihre Haustüren. Die Stadt hat wegen hoher Neuinfiziertenzahlen die Corona-Maßnahmen verschärft. Sie gelten vorerst eine Woche.

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Von
  • Martin Gruber
  • BR24 Redaktion

Wie bereits angekündigt, tritt am heutigen Samstag in der Stadt Passau eine strenge Ausgangsbeschränkung für alle Bürgerinnen und Bürger in Kraft. Sie soll zunächst bis inklusive Freitag gelten. Die Stadt will so von ihren hohen Inzidenzzahlen herunter kommen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz für die Stadt Passau liegt heute bei 439,4. Das ist immer noch der höchste Wert in ganz Bayern.

Bürger haben Verständnis für Maßnahmen

Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) sagte am Abend im BR-Interview, die Passauer seien zwar angesichts des hohen 7-Tages-Inzidenzwerts frustriert, hätten aber Verständnis für die Corona-Strategie von Bund, Länder und Kommunen. Dupper sprach von "bewundernswerter Disziplin". Das Klinikum Passau habe noch "reichlich Kapazitäten", so Dupper. Aktuell würden 60 Covid-Patienten behandelt, zehn davon auf der Intensivstation. Allerdings wenn die Fälle in den Pflegeheimen auf die Klinik übertragen würden, könnte es eng werden, so der Oberbürgermeister.

Polizei kontrolliert Ausgangsbeschränkungen

Das Haus darf ab sofort nur noch aus triftigen Gründen verlassen werden. So zum Beispiel die Fahrt zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Arzt sowie der Besuch von Verwandtschaft. Es darf sich auch um Kinder und Tiere gekümmert werden. Eine Ausnahme stellen auch Beerdigungen oder die Begleitung schwer Kranker dar. Auch Sport an der frischen Luft ist möglich, allerdings nur alleine, mit Personen des eigenen oder einer Person eines fremden Hausstandes, heißt es in der Allgemeinverfügung. Die Polizei werde die Ausgangsbeschränkung kontrollieren.

Maskenpflicht auf allen Veranstaltungen

Auch einen Gottesdienst dürfen die Passauer besuchen. Dafür gilt - wie für alle Veranstaltungen - ausnahmslos und durchgängige Maskenpflicht. Jede Versammlung darf höchstens zehn Teilnehmer haben und höchstens sechzig Minuten dauern. Die bereits bestehende Maskenpflicht im gesamten Innenstadtbereich sowie im Ensemblebereich der Altstadt und am Kirchenplatz in der Innstadt besteht weiterhin. Dort gilt zusätzliche ein 24-Stunden-langes Alkoholverbot.

Testpflicht für Wohnheime

Besucher von Senioren- und Behindertenheimen müssen einen Corona-Schnelltest machen, um ihre Angehörigen besuchen zu können. Alternativ können sie einen negativen Coronatest vorlegen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Kann das Heim darlegen, dass es den Test gerade nicht durchführen kann, ist der Besuch nicht erlaubt. Jeder Besucher muss eine FFP2-Maske tragen. Mitarbeiter werden jede Woche auf Corona getestet. Im Klinikum Passau sind Besucher weiterhin nicht gestattet.

Klassen teilweise im Wechselunterricht

An den Schulen in Passau sollen die Klassen eins bis sechs im Präsenzunterricht bleiben, ebenso die Abschlussklassen. Für alle Klassenstufen dazwischen gilt Wechselunterricht.

Böllerverbot ausgeweitet

Das Böllerverbot an Silvester wird ausgedehnt: Es gilt im Altstadtbereich, im Klostergarten, an Bereichen an Inn und Donau und sowie auf dem Oberhausareal.

"Wir haben eine ernste Situation, die wir nicht unterschätzen dürfen", betonte Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) bei einer Pressekonferenz gestern.

Entwicklung der Inzidenzzahl entscheidend

Der genaue Wortlaut der Allgemeinverfügung kann unter www.passau.de nachgelesen werden. Ob die Maßnahmen verlängert werden, liegt an der Inzidenzzahl. "300 ist das Mindeste, was man unterschreiten sollte", sagte Oberbürgermeister Dupper.

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