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Viele Ausflügler: Tegernseer fürchten Neuinfektionen | BR24

© BR/Melanie Marks

Mülleimer quillt über in Tegernsee

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    Viele Ausflügler: Tegernseer fürchten Neuinfektionen

    Am Wochenende sind massenhaft Ausflügler an den Tegernsee gefahren – zum Ärger einiger Anwohner. Sie beklagten, dass oft Corona-Regeln missachtet worden seien. Es seien einfach zu viele Menschen gekommen. Fotobeweise: überquellende Mülleimer.

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    Volle Mülleimer überall in Tegernsee, große Wanderer-Gruppen, die sich am Parkplatz treffen – ohne den Sicherheitsabstand einzuhalten. Davon berichtet eine Tegernseerin, die bei ihren Erzählungen die Hände über dem Kopf zusammenschlägt. Sie spricht von zehn Menschen nahe beieinander, ohne Masken.

    Schutzgemeinschaft befürchtet mehr Infektionen

    © BR/Melanie Marks

    Überquellende Mülleimer überall in Tegernsee am vergangenen Wochenende

    Angela Brogsitter-Finck von der Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal kritisiert, dass so Neuinfektionen mit dem Corona-Virus möglich seien. Der Ansturm sei am Wochenende sehr schlimm gewesen.

    "Das Tegernseer Tal wird zum Ischgl von Oberbayern." Tegernseer Bürgerin

    Tegernseer Bürgermeister gibt Entwarnung

    Der Bürgermeister der Stadt Tegernsee, Johannes Hagn, sieht das weniger dramatisch. Zwar sei der Landkreis ein Corona-Hotspot gewesen, doch die Situation habe sich jetzt entspannt. Es bestehe keine Sorge.

    "Die Menschen nutzen Mundschutz und halten sich an die Abstandsregeln, das ist sehr gut." Johannes Hagn, Bürgermeister der Stadt Tegernsee

    Polizei: Weitgehend vernünftiges Verhalten

    Ähnlich schätzte auch das Polizeipräsidium Oberbayern Süd die Lage ein. In ganz Oberbayern seien zwar viele Menschen unterwegs gewesen, heißt es. Doch sie hätten sich weitestgehend vernünftig verhalten.

    Gastronomen zeigen sich erleichtert

    Die Gastronomie am Tegernsee freut sich unterdessen auf die Tagesausflügler, denn sie machen einen großen Teil des Geschäfts aus, erklärt Florian Riethmüller, Geschäftsführer des Seehotels Zur Post. Gerade, wenn Hotelgäste noch nicht kommen dürften, sei man auf sie angewiesen. Außerdem mache er den Großteil des Geschäfts in den Frühjahres- und Sommermonaten, von denen nun schon ein Teil weggebrochen ist.

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