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Ausbau Würzburger Uniklinik: Planungen gehen voran | BR24

© Berthold Diem/Uniklinikum Würzburg

Das Erweiterungsgelände (Pfeil) ist aktuell noch eine Ackerfläche oberhalb der Uniklinik.

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    Ausbau Würzburger Uniklinik: Planungen gehen voran

    Nach einigen Verzögerungen bei den Planungen zum Ausbau der Würzburger Uniklinik ging es nun doch rasch voran. Nicht zuletzt, weil sich fast alle Fraktionen im Bayerischen Landtag hinter das Milliardenprojekt gestellt hatten.

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    Der Kaufvertrag steht, die Finanzierung ist geklärt, der Planungsauftrag erteilt – für den Ausbau der Würzburger Uniklinik ist zwar noch einiges zu tun, die Regierung hat nach einigen Verzögerungen nun aber rasch gehandelt. Das ist sicherlich auch dem Nachdruck der Fraktionen zuzuschreiben: Ein interfraktionelles Bündnis aus SPD, Grünen und FDP forderte im Juni, dass es keine weiteren Verzögerungen beim Ausbau der Klinik geben dürfe. Auch CSU und Freie Wähler forderten damals in einem separaten Antrag, kontinuierlich über die Planungsfortschritte in Kenntnis gesetzt zu werden. Am Donnerstag steht das Milliardenprojekt nochmal auf der Tagesordnung des Haushaltsausschusses des Bayerischen Landtags.

    Noch mindestens fünf Jahre bis Baubeginn

    "Die wesentlichen Punkte unserer Forderungen sind ja mittlerweile hinfällig geworden", erklärt Patrick Friedl, Landtagsabgeordneter der Grünen aus Würzburg. Dennoch sei der Antrag wichtig gewesen, sagt auch Mitunterzeichnerin Kerstin Celina (Grüne): "Der Bericht der Regierung beteuert deren Selbstverpflichtung, was den Ausbau angeht. Sie schreibt, dass das Projekt hohe Priorität hat – so klar und deutlich liest man das selten." Ziel der interfraktionellen Anträge war, dass künftig regelmäßig berichtet wird und man so über die Planungsverläufe Bescheid weiß.

    Die Dauer der Planungsphase für das Milliardenprojekt wird auf etwa fünf Jahre geschätzt. Erst dann könne es zu einem ersten Spatenstich kommen. "Man sieht: Das dauert alles wahnsinnig lange. Da ist es enorm wichtig, dass es keine weiteren Verzögerungen mehr gibt", so Friedl.

    Milliarden für Kopfklinik und Mutter-Kind-Zentrum

    Neu gebaut werden sollen ein Kopfklinikum und ein Frauen-Mutter-Kind-Zentrum auf zehn Hektar Ackerland oberhalb des aktuellen Klinikgeländes im Würzburger Stadtteil Grombühl. Zusammen mit den Erschließungskosten werden die Baukosten für die beiden geplanten ersten Bauabschnitte laut Wissenschaftsministerium insgesamt über eine Milliarde Euro betragen. Das Bauprojekt sei laut Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) ein wichtiger "Meilenstein in der Weiterentwicklung des Klinikums und der medizinischen Versorgung in der Region".

    Klinikbereiche seit 20 Jahren in Diskussion

    Die jetzigen Gebäude der Kopfklinik und der Geburtshilfe sind nicht mehr zeitgemäß und teils marode. Die Kopfklinik stammt aus den 1970er Jahren und die Geburtshilfe sei laut Klinikleiter Georg Ertl baulich auf dem Stand der 1930er. Seit rund 20 Jahren sind Zustand und Zukunft der betreffenden Klinikbereiche bereits in der Diskussion.

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