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Ausbau Frankenschnellweg: BN lässt Mitglieder abstimmen | BR24

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Der geplante Ausbau des Frankenschnellwegs wird vor allem vom Bund Naturschutz heftig kritisiert. In einem Vergleich werden nun ein Tempolimit und ein Durchfahrtsverbot für LKW über 7,5 Tonnen vorgeschlagen. Nun sollen die BN-Mitglieder entscheiden.

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Ausbau Frankenschnellweg: BN lässt Mitglieder abstimmen

Ja oder Nein zum kreuzungsfreien Ausbau: Der Bund Naturschutz will seine Mitglieder darüber abstimmen lassen, ob sie dem ausgehandelten Vergleich zustimmen oder ablehnen.

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Seit Jahrzehnten wird geplant und gestritten: Nun will der Bund Naturschutz über den möglichen kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs seine Mitglieder befragen und abstimmen lassen, ob sie dem Vergleich zum kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellweges zustimmen oder ablehnen. Das hat der Bund Naturschutz am Vormittag auf einer virtuellen Pressekonferenz mitgeteilt.

Vergleich sieht Tempolimit und Durchfahrtverbot vor

Den Vergleich haben der Freistaat Bayern, die Stadt Nürnberg und der Bund Naturschutz in den vergangenen vier Jahren ausgehandelt. Dieser sieht unter anderem ein Tempolimit, eine Verminderung von Durchgangsverkehr und ein Durchfahrtverbot für LKW über 7,5 Tonnen vor. Daneben soll der Radverkehr verbessert und der öffentliche Nahverkehr gefördert werden.

Rund 8.400 Mitglieder sollen abstimmen

Darüber sollen nun die rund 8.400 Mitglieder der BN-Kreisgruppe Nürnberg-Stadt im ersten Quartal des nächsten Jahres abstimmen. Sollte die Mehrheit der befragten Mitglieder den Vergleich annehmen, würde der Bund Naturschutz seine Klage gegen den Ausbau des Frankenschnellweges in Nürnberg zurückziehen.

BN lehnt Ausbau nach wie vor ab

Der Bund Naturschutz lehne insgesamt den Ausbau nach wie vor ab, betonte der Landesvorsitzende Richard Mergner, aber die Aussichten auf eine erfolgreiche Klage seien gering und würden dazu viel Geld kosten. Und so müsse der Bund Naturschutz darüber entscheiden, ob er das Projekt weiter mit großem finanziellen Aufwand bekämpfe oder aber versuche, durch den ausgehandelten Vergleich die Auswirkungen zu verringern, so schreibt es der BN weiter in einer Mitteilung.

Geschätzte Kosten liegen bei 660 Millionen Euro

Nach derzeitigem Stand solle der kreuzungsfreie Ausbau des Frankenschnellweges rund 660 Millionen Euro kosten. Derzeit klagen eine Privatperson und der Verkehrsclub Deutschland gegen den Ausbau.

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