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Schon seit Jahren läuft der Ausbau der B299 bei Neumarkt, doch nicht alle sind davon begeistert.

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    Ausbau der B299 bei Neumarkt sorgt für Protest

    Seit 15 Jahren wird die Bundesstraße 299 zwischen Neumarkt und Berching nach und nach ausgebaut. Gegen die Erweiterung eines Abschnitts regt sich aktuell Widerstand unter Anwohnern und Bürgern. Für sie ist der Ausbau überflüssig.

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    Von
    • Margit Ringer
    • BR24 Redaktion

    In Neumarkt protestieren Anwohner und Bürger gegen einen noch in der Planung befindlichen Bauabschnitt der Bundesstraße 299 zwischen Neumarkt und Berching. In Woffenbach und Stauf gründete sich die Bürgerinitiative (BI) "Genug davon - B299 Neumarkt i.d.Opf.", die einen Planungsstopp für den Ausbau der B299 bei Neumarkt fordern. Hier soll die Bundesstraße auf einer Länge von gut vier Kilometern von zwei auf drei Fahrstreifen erweitert werden.

    Kritiker sehen kaum Überlastung

    Die Gegner kritisieren den Flächenverbrauch durch den Ausbau und stellen Straßenbaumaßnahmen dieser Dimension in Frage, angesichts einer anstehenden Verkehrs- und Mobilitätswende in Deutschland. Tempo 80 würde auf der Umfahrung von Neumarkt weiterhin ausreichen, auch sei die B299 an diesen Stellen nicht überlastet, so Michaela Zeitz und Thomas Ikert von der Bürgerinitiative. Nur an zwei kleinen Stellen in diesem Abschnitt müsste die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern überprüft und eventuell nachjustiert werden, so die Kritiker.

    Gesamtkosten von bis zu 100 Millionen Euro

    Die B299 wird zwischen Neumarkt und Berching auf 22 Kilometern Länge in 14 Abschnitten ausgebaut und größtenteils von zwei auf drei Fahrstreifen erweitert. Einige der Abschnitte, die Ortsumgehung von Mühlhausen zum Beispiel, sind bereits fertiggestellt. Die Kosten für den gesamten Ausbau übernimmt der Bund. Sie werden sich voraussichtlich auf bis zu 100 Millionen Euro summieren. Für den Abschnitt Woffenbach/Stauf sind 13 Millionen Euro veranschlagt. Das Staatliche Bauamt Regensburg ist für die Planungen und den Bau zuständig.

    Ziel: Verkehrssicherheit erhöhen

    Berthold Schneider ist der Chef für den Bereich Straßenbau und erinnert sich an die Anfänge des Ausbaus. Weil entlang der Strecke im wirtschaftlich aufstrebenden Landkreis Neumarkt immer mehr Gewerbegebiete entstanden sind, sei die Forderung von Anliegergemeinden und dem Landkreis Neumarkt nach einem Ausbau gekommen. Durch den Ausbau auf drei Fahrstreifen erhöhe sich die Verkehrsqualität, weil es dann durchgehend Überholmöglichkeiten gebe. Zudem sei das Ziel, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, also Linksabbiegespuren und gefährliche Kreuzungen zu bereinigen. Die Gegner zielten darauf ab, wie der Straßenbau in Zukunft aussehen könne, sagt Schneider. Diese Grundsatzfrage könne aber nicht eine Behörde entscheiden, sondern müsse die Politik treffen.

    Bis zu 12.000 Fahrzeuge pro Tag erwartet

    Verkehrsexperten prognostizieren für die Strecke einen Zuwachs des Verkehrsaufkommens auf bis zu 12.000 Fahrzeuge pro Tag bis zum Jahr 2035. Vor allem der Anteil an Lastwagen sei 15 Prozent über dem Durchschnitt auf dieser Strecke, so Schneider. Mit weiteren Protestaktionen wollen die Gegner des Ausbaus in den kommenden Wochen auf ihre Argumente aufmerksam machen.

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