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Aus für Waldbahn: Verkehrsministerium verteidigt Entscheidung | BR24

© pa/dpa/Armin Weigel

Das Bayerische Verkehrsministerium hat die angekündigte Einstellung des Bahn-Probebetriebs zwischen Viechtach und Gotteszell verteidigt.

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    Aus für Waldbahn: Verkehrsministerium verteidigt Entscheidung

    Nachdem das bayerische Verkehrsministerium die Einstellung der Waldbahnlinie Gotteszell-Viechtach im Kreis Regen bekannt gegeben hat, verteidigt sich die Behörde nun gegen Vorwürfe – es gehe auch um einen ökologischen ÖPNV im Bayerischen Wald.

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    Das Bayerische Verkehrsministerium verteidigt in einer Antwort auf BR-Anfrage die angekündigte Einstellung des Bahn-Probebetriebs auf der Strecke zwischen Gotteszell und Viechtach im Bayerischen Wald (Lkr. Regen).

    Busse seien ökologischer als die Bahn

    Das Ministerium verweist darauf, dass auf der Strecke das sogenannte 1.000er-Kriterium nicht erfüllt werde. Dieses Kriterium gelte für alle Bahnreaktivierungen bayernweit. Bei einem Stundentakt bedeute das, dass mindestens 25 Personen pro Triebfahrzeug fahren müssten. Dieses Kriterium sei von besonderer Bedeutung für die ökologische Bewertung des Schienenverkehrs, so das Ministerium.

    Ein Bus verbrauche im Vergleich zu einem Schienenfahrzeug bei kürzeren Haltepunktabständen deutlich weniger Diesel. Das Ministerium geht von einem Verbrauch der Bahn-Triebwagen aus, der drei bis viermal höher als der eines Busses ist.

    ÖPNV solle zeitgemäß werden

    Das Ministerium verweist auf eine Studie, das dem Busverkehr im Landkreis Regen ein großes Verbesserungspotential zuschreibt. Die ÖPNV-Akzeptanz könne gesteigert werden, wenn das Angebot zeitgemäß angepasst werde, so das Ministerium. Vor allem in Hinblick auf den Schülerverkehr könne eine zielgenauere und höhere Taktung erreicht werden als bei einer Reaktivierung der Bahnstrecke.

    Taktische Entscheidung zugunsten von Busverkehr

    Auch den Zeitpunkt, die Einstellung bereits über ein Jahr vor Ende des Probebetriebs bekannt zu geben, verteidigt das Ministerium. Hintergrund sei, dass der Busverkehr in der Region mittelfristig neu ausgerichtet werden könne. Kommunalpolitiker wie beispielsweise Landrätin Rita Röhrl (SPD) seien per Post über die Entscheidung im Bayerischen Verkehrsministerium unterrichtet worden, die Pressemitteilung habe sie aber eher erreicht als die schriftliche Information.

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