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Aus der Region und nachhaltig: "Regiothek" aus Passau | BR24

© Katharina Häringer

Ein gutes Beispiel, das anderen als Vorbild dient? In Passau gibt es seit ein paar Monaten das Unternehmen "Regiothek" - und nimmt sich der Frage an: Was kommt wo her? Das Ziel: regionale Lebensmittel ohne Aufwand anbieten und auffindbar machen.

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Aus der Region und nachhaltig: "Regiothek" aus Passau

Wo kommen die Lebensmittel eigentlich her, die auf den Tisch kommen? Das junge Unternehmen "Regiothek" aus Passau will regionale Lebensmittel sammeln und besser sichtbar machen, damit der Verbraucher sie schneller erkennt.

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Eine bewusste Ernährung ist vielen Menschen in Bayern wichtig. Der Trend zu regionalen Lebensmitteln und Produkten ist klar erkennbar. Doch nicht immer sind überall wo "regional" draufsteht am Ende auch wirklich regionale Produkte drin. Genau da setzt seit ein paar Monaten das Unternehmen "Regiothek" aus Passau an.

"Regional kann man alles nennen, wie man lustig ist. Wir wollten diesen Trend unterstützen, dass wir regionale Produkte besser sichtbar machen. Aber auf eine andere Art und Weise. Wir sind diejenigen, die den Begriff erst nachvollziehbar machen." Simon Nestmeier, Geschäftsführer Regiothek

Die Online-Plattform sammelt und präsentiert Betriebe und Landwirte aus der Umgebung, aus der Region. Der Verbraucher soll auf einen Blick erkennen, welches Produkt wo und von wem hergestellt wird. Damit soll die Qualität der Produkte herausgestellt werden. Es geht um mehr Transparenz.

40 Betriebe nutzen bisher die "Regiothek"

Das Konzept kommt bisher gut an. Aktuell nutzen rund 40 Betriebe die Plattform. Darunter befinden sich Abnehmer wie Wirtshäuser und Cafés und Produzenten wie Bauernhöfe, Bäckereien oder Brauereien. Partner, die neu aufgenommen werden sollen, werden vom Team der "Regiothek" vorab genau unter die Lupe genommen.

© Regiothek

Screenshot der Seite "Regiothek"

Biohof wird in Datenbank aufgenommen

Der Biohof Pfell in Obernzell bei Passau ist erst seit wenigen Tagen dabei. Johannes Pfell hat die Mitarbeiter der "Regiothek" über den Hof geführt und seine Philosophie erklärt. So kamen sie auch geschäftlich zusammen.

"Der Verbraucher weiß gar nicht mehr, wann Suppenhühnerzeit ist. Deshalb braucht man ein Netzwerk, wo man ihm das sagt: Hey, bei uns wären jetzt die Suppenhühner reif zum Schlachten. Und da braucht es ein Netzwerk, wo man das kommuniziert. Und da sehe ich in der "Regiothek" schon ein Potential. Da sind wir gerade dabei, dass wir das Schritt für Schritt aufbauen.“ Johannes Pfell, Landwirt

Regional und von guter Qualität

Das Wirtshaus "Goldenes Schiff" in Passau bezieht die Lebensmittel für die Küche nur noch aus der Region, das macht Koch Josef Piwowarsky stolz.

"Wir machen aus dem Grund mit, weil wir finden, dass Essen politisch ist. Und wir der Meinung sind, dass Essen die Welt, wie sie weiter geführt wird, aktiv mitgestaltet. Mir ist es unfassbar wichtig, die Regiothek zu unterstützen. Weil die klar mit einer gesunden Transparenz ausdröselt, wie diese Ketten zwischen Verbraucher und Erzeuger funktionieren. Und wirklich schön vernetzt." Josef Piwowarsky

Die "Regiothek" will weiter wachsen und die Hersteller mit den Endverbrauchern weiter vernetzen. Lange Transportwege fallen mit der regionalen Produktion weg, die heimischen Hersteller profitieren und der Verbraucher weiß am Schluss, was auf dem Teller liegt.