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Augsburgs Pläne für die Zukunft als Unesco-Welterbe-Stadt | BR24

© Bayerischer Rundfunk 2019

Wasserkraftwerk in Augsburg

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    Augsburgs Pläne für die Zukunft als Unesco-Welterbe-Stadt

    Nach der erfolgreichen Augsburger Bewerbung um den Unesco-Weltkulturerbe-Titel hat die Stadt jetzt einen Sieben-Punkte-Plan vorgelegt. Tourismus und Wissenschaft sollen gestärkt werden, das Thema Wasser soll eine zentrale Marke der Stadt werden.

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    Augsburg wurde mit seinem historischen Wassersystem vor wenigen Tagen von der Unesco in die Liste der Welterbestätten aufgenommen. Auf diesem Erfolg kann und will sich die Stadt nicht ausruhen und hat deswegen einen Sieben-Punkte-Plan vorgelegt.

    Der erste Punkt richtet sich an die Augsburger selbst, sagt Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU). Sie sollten nicht nur über die Bedeutung der historischen und bis heute genutzten Wasseranlagen Bescheid wissen. Sie sollten auch "stolz" darauf sein, sagt Gribl. Nur dann könnten sie auch Botschafter ihrer Stadt sein.

    Wasser als Marke der Stadt Augsburg

    Der Plan sieht außerdem vor, dass das Thema Wasser zu einer Marke für Augsburg wird. So wie es etwa bereits die Fugger, die Puppenkiste und der FC Augsburg sind. "Wir haben so viele Potenziale, die es zu nutzen gilt", sagt Gribl.

    Welterbe-Titel soll Touristen anlocken

    Potenziale sieht der Oberbürgermeister auch in Sachen Tourismus. Deswegen hat er in Auftrag gegeben, Konzepte für eine touristische Nutzung des Welterbe-Titels zu entwickeln. Auch Tagungen und Messen zum Thema Wasser und Umwelttechnik würden in Augsburg einen lohnenden Veranstaltungsort finden.

    Forschung und Bildung fördern

    Außerdem will Gribl ausloten, wie Wissenschaft, Forschung und Technik rund um das Wasser-Thema eingebunden werden können. Den Welterbe-Titel will Gribl auch als Auftrag verstanden wissen, und zwar als Bildungsauftrag rund um Wasser und Nachhaltigkeit.

    Zusammenarbeit mit Afrika angestrebt

    Der Titel sei laut Gribl auch ein Auftrag zur Entwicklungszusammenarbeit: "Wasser entscheidet über Krieg und Frieden", sagt OB Gribl. Zwei Milliarden Menschen hätten, anders als die Augsburger, keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Hier sei Augsburg als "Friedensstadt" gefordert. Konkret soll es um eine Zusammenarbeit mit einem afrikanischen Land gehen, wie die Wassergewinnung und Wasserversorgung sicher gestellt werden können.

    Kommt ein Besucherzentrum?

    Kulturreferent Thomas Weitzel sagt zu einem möglichen Besucherzentrum über die 22 Welterbestätten in Augsburg , dass derzeit über die Vorteile dezentraler Informations-Stellen diskutiert werde. Sie könnten weniger aufwändig sein, ohne die bestehenden Museen der Stadt zu schwächen. In knapp einem Jahr soll ein modernisiertes "Wasserbüro" am Rathausplatz für die Besucher öffnen.

    Festakt würdigt den Augsburger Welterbe-Titel

    Ende kommender Woche wird der Welterbe-Titel mit einem Festakt und einem Bürgerfest gefeiert. Erst im Herbst nimmt die Stadt die Welterbe-Urkunde in Empfang.