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Wie ein Dorfladen überleben kann | BR24

© Simone Schmid-Berger

Warum scheitert der eine Dorfladen, während das Geschäft im Nachbarort hervorragend läuft? Dieser Frage ist die Universität Augsburg in einer Studie nachgegangen. Die Wissenschaftler haben einen wichtigen Faktor entdeckt.

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Wie ein Dorfladen überleben kann

Warum scheitert der eine Dorfladen, während das Geschäft im Nachbarort hervorragend läuft? Dieser Frage ist die Universität Augsburg in einer Studie nachgegangen. Die Wissenschaftler haben einen wichtigen Faktor entdeckt.

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Den Tante-Emma-Laden im Ort sehen viele gern. Aber dort einkaufen? Den Großeinkauf jedenfalls machen viele dann doch lieber im Supermarkt. Aber wie kann der Dorfladen gegen die Konkurrenz bestehen? Das hat die Uni Augsburg in einer Studie erforscht.

Standort wichtig

Am wichtigsten ist demnach der Standort des Geschäfts. Es sollte idealerweise an der Hauptstraße liegen, gut sichtbar sein und viele Parkplätze haben, sagt Markus Hilpert von der Uni Ausburg.

Zusatzangebote bringen neue Kunden

Wichtig sei auch, dass der Dorfladen zusätzlichen Service anbietet wie eine Brief- und Paketannahme, ein Café oder eine Lottostelle. Dies wirke wie ein Magnet, der Menschen immer wieder ins Geschäft zieht, die dann auch Lebensmittel einkaufen.

Mangelndes Wissen Grund für Scheitern

Wenn Dorfläden scheitern, liege dies zumeist an mangelndem wirtschaftlichen Wissen oder unflexiblen Öffnungszeiten. Nur mit Begeisterung gehe es nicht, sagt Hilpert. Er glaubt, dass der persönliche Kontakt mit den Kunden in Zukunft immer wichtiger wird.

Gezielte Förderung

Die Studie wurde vom Landkreis Unterallgäu, dem Verein "Pro Nah", aber auch der Industrie- und Handelskammer unterstützt. Ziel ist es, die kleinen Geschäfte je nach Branche gezielt zu fördern. In den letzten zehn Jahren hat jeder dritte kleine Lebensmittelladen schließen müssen.