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Augsburger Textilunternehmerin wirbt für "Grünen Knopf" | BR24

© BR/Elsbeth Bräuer

Soziale und ökologische Standards in der Textilbranche sind das Anliegen von Sina Trinkwalder. Die Augsburgerin setzt sich nicht nur in ihrem eigenen Unternehmen für faire Bedingungen ein: Trinkwalder hat das neue Siegel "Grüner Knopf" mitentwickelt.

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Augsburger Textilunternehmerin wirbt für "Grünen Knopf"

Soziale und ökologische Standards in der Textilbranche sind das Anliegen von Sina Trinkwalder. Die Augsburgerin setzt sich nicht nur in ihrem eigenen Unternehmen für faire Bedingungen ein: Trinkwalder hat das neue Siegel "Grüner Knopf" mitentwickelt.

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Das neue Gütesiegel "Grüner Knopf" soll Konsumenten künftig helfen, fair produzierte Kleidung und Textilien schneller zu erkennen. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat es jetzt in Berlin vorgestellt. Unternehmen verpflichten sich dabei freiwillig, soziale und ökologische Mindeststandards einzuhalten – zum Beispiel bestimmte Chemikalien nicht zu verwenden oder den Arbeitern Mindestlöhne zu zahlen.

Augsburger Expertise beim "Grünen Knopf"

Die Augsburgerin Sina Trinkwalder, Gründerin des ökosozialen Textilunternehmens "Manomama", hat den "Grünen Knopf" mitentwickelt. Lange war sie selbst Gegnerin von ökosozialen Siegeln. "Irgendwann war aber der Punkt erreicht, dass wir uns zusammensetzen und gemeinsam Lösungen finden mussten", erklärt sie ihren Sinneswandel. Der "Grüne Knopf" sei ein mutiger Beginn, ernsthaft etwas zu ändern. Und er unterscheide sich von anderen Siegeln: "Der 'Grüne Knopf' ist ein produktbezogenes Gütesiegel, das man sich nicht einfach mal so schnell kaufen kann."

27 Unternehmen beim Siegel dabei

Wer den "Grünen Knopf" haben möchte, bemüht sich freiwillig darum. Die Unternehmen durchlaufen dann einen Prozess, bei dem sie zum Beispiel vom TÜV oder der Dekra geprüft werden. "Manomama" hat den Prozess erfolgreich hinter sich gebracht – genauso wie 26 weitere Hersteller, etwa Tchibo und Vaude. 26 weitere Unternehmen – unter ihnen Hugo Boss und Otto – befinden sich noch in der Prüfung.

Kritik wegen Freiwilligkeit

Kritiker beklagen, dass das Siegel zwar ein erster Schritt sei, aber zu kurz greife. Sie fordern gesetzliche Pflichten für die Einhaltung von Menschenrechten sowie sozialen und ökologischen Standards in der gesamten Lieferkette. Auch Sina Trinkwalder ist der Meinung, dass gesetzliche Regelungen grundsätzlich nötig sind. "Das ist eben ein langer Weg. Die ersten Schritte sind geschehen."