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Der Bombenalarm in Augsburg ist aufgehoben.
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Der Bombenalarm in Augsburg ist aufgehoben.

Wie die Polizei dem BR bestätigt hat, ist in der Nacht eine E-Mail mit einer Bombendrohung bei der Stadt Augsburg eingegangen. Das Rathaus, zwei Verwaltungsgebäude am Rathausplatz und ein weiteres an der Blauen Kappe wurden daraufhin evakuiert. Zudem wurden in mehren Stadtteilen Bürgerbüros geräumt. Wie der Ordnungsreferent der Stadt Augsburg, Dirk Wurm, dem BR sagte, wurden insgesamt 500 bis 600 Mitarbeiter nach Hause geschickt.

Die Polizei durchsuchte am Vormittag sämtliche betroffene Gebäude mit Sprengstoff-Spürhunden. Da nirgendwo verdächtige Gegenstände gefunden wurden, wurden alle Gebäude wieder freigegeben. Auch die Sperrung des Rathausplatzes wurde aufgehoben. Die Straßenbahnen der Linie 1 und 2 verkehren wieder regulär.

Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl sagte am Rathausplatz: "Die hauptbetroffenen Dienststellen wie das Rathaus und die Verwaltungsgebäude am Rathausplatz sind durchsucht worden. Es wurde überprüft, ob Probleme oder Drohungen vorliegen. Das hat sich nicht bestätigt, Gott sei Dank! Ich bin auch erleichtert, dass die Abläufe so gut und konsequent waren."

Rathaus-Evakuierungen auch in anderen deutschen Städten

Auch in anderen deutschen Städten sind am Vormittag die Rathäuser nach Drohungen geräumt worden. Betroffen waren Kaiserslautern, Chemnitz, Göttingen, Neunkirchen und Rendsburg. In Kaiserslautern sei eine Droh-Mail eingegangen, sagte ein Polizeisprecher. Die Einsatzkräfte seien auch mit Sprengstoff-Spürhunden vor Ort gewesen. Der Bereich rund um das Rathaus sei weiträumig abgesperrt worden. Die Polizei in Kaiserslautern teilte schließlich mit: "Es wurde kein verdächtiger Gegenstand gefunden. Die Gebäude sind freigegeben. Die Ermittlungen dauern an."

In Göttingen erklärten die Ermittler kurz nach 9 Uhr: "Es befinden sich aktuell keine Personen mehr im Gebäude." Eine Sprecherin fügte hinzu: "Alles ist abgesperrt, der Plan ist, das Gebäude mit Sprengstoff-Spürhunden zu durchsuchen." Nach ihren Worten ging eine anonyme Bombendrohung ein. Die Straßen um das Rathaus wurden gesperrt, der öffentliche Personennahverkehr wurde weitläufig umgeleitet. Um kurz nach 10.00 Uhr hieß es dann auch dort: Es sei nichts Gefährliches gefunden worden.

Die Augsburger Polizei geht davon aus, dass es einen Zusammenhang zwischen den Drohungen gibt. Die Ermittlungen laufen. Untersucht wird derzeit etwa, ob die Schreiben vom gleichen Verfasser stammen. Einen terroristischen Hintergrund schließt die Polizei derzeit aus.

Der Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl "Es war von einer ernsthaften Bedrohung auszugehen"

Der Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl "Es war von einer ernsthaften Bedrohung auszugehen"

Autoren

Johanna KempterTorsten Thierbach

Sendung

Regionalnachrichten aus Schwaben vom 26.03.2019 - 09:00 Uhr