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Prostituiertenmord: Warum die Anklage lebenslänglich fordert | BR24

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Kann nach 25 Jahren noch ein Mord nachgewiesen werden? Im Fall der 1993 ermordeten Augsburger Prostituierten gibt es nur Indizien. Vor dem Landgericht Augsburg plädierte die Anklage heute auf lebenslänglich, die Verteidigung fordert Freispruch.

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Prostituiertenmord: Warum die Anklage lebenslänglich fordert

Kann nach 25 Jahren noch ein Mord nachgewiesen werden? Im Fall der 1993 ermordeten Augsburger Prostituierten gibt es nur Indizien. Vor dem Landgericht Augsburg plädierte die Anklage heute auf lebenslänglich, die Verteidigung fordert Freispruch.

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Mehr als 25 Jahre nach dem Gewaltverbrechen an einer Augsburger Prostituierten hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe für einen 50-jährigen Mann gefordert. Die Tat sei als Mord zu bewerten, der nicht verjähre, sagte Anklägerin Martina Neuhierl in dem Verfahren vor dem Landgericht Augsburg. Die beiden Verteidiger des Angeklagten verlangten hingegen einen Freispruch.

Staatsanwältin: "Prägnante Spurenlage"

Die Strafkammer will das Urteil am 12. April verkünden. Obwohl der 50-Jährige im Prozess zu den Vorwürfen geschwiegen hatte, sah die Staatsanwältin ihn wegen der Indizien als überführt an. So sei an mehreren Stellen der Kleidung des Opfers DNA des Angeklagten nachgewiesen worden. Neuhierl sprach von einer "prägnanten Spurenlage". Dabei habe der Mann bei der Polizei ausgesagt, dass er die Prostituierte gar nicht gekannt habe.

Verteidigung fordert Freispruch

Neuhierl betonte, dass der Angeklagte "ohne Zweifel ein Freier" gewesen sei, der in der Tatnacht Ende September 1993 Sex mit der damals 36 Jahre alten Frau gehabt habe. Dass der Mann damals ein Kunde der Prostituierten war, räumen auch dessen Verteidiger ein. "Was Sie, Frau Staatsanwältin, sagen, ist möglich, aber nicht wahrscheinlich", erwiderte Anwalt Klaus Rödl den Mordvorwurf. Die Indizienlage reiche für eine Verurteilung nicht aus, begründete er die Forderung nach einem Freispruch.

Angeklagter schweigt im Prozess

Der Angeklagte hat im knapp vier Monate langen Prozess zu allen Vorwürfen geschwiegen. Der Mann war verhaftet worden, nachdem wegen eines anderen Delikts bei ihm eine DNA-Probe genommen worden war und diese zu dem jahrzehntealten Mordfall führte.