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Augsburger "Goldfinger-Prozess" wird eingestellt | BR24

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    Augsburger "Goldfinger-Prozess" wird eingestellt

    Der sogenannte "Goldfinger-Prozess" am Augsburger Landgericht wird eingestellt. Das erfuhr der BR aus Justizkreisen. In dem Prozess ging es um den Vorwurf der Steuerhinterziehung in Millionenhöhe.

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    Von
    • Andrea Trübenbacher

    Ein langer Prozess am Landgericht Augsburg geht offenbar demnächst zu Ende. Der sogenannte "Goldfinger-Prozess" bei dem es um mögliche Steuerhinterziehung in Millionenhöhe geht, wird nun wegen Geringfügigkeit eingestellt. Auflagen für die Angeklagten soll es nicht geben. Das erfuhr der BR aus Justizkreisen.

    Möglicherweise Entschädigung für die Angeklagten

    Nach Informationen des BR aus Justizkreisen ist es auch möglich, dass die beiden Anwälte unter anderem für die Zeit der Untersuchungshaft entschädigt werden. Details sind hierzu aber noch nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft will zum jetzigen Zeitpunkt keine Erklärung zum Stand des Verfahrens abgeben. Die vorzeitige Verfahrensbeendigung sei aber derzeit im Gespräch, erklärte Matthias Nickolai, Sprecher der Augsburger Staatsanwaltschaft.

    Einstellung des Verfahrens schon seit längerem Thema

    Über eine Einstellung des Verfahrens wurde schon seit längerem verhandelt. Anfang Dezember bestätigte der Anwalt eines der Angeklagten dem BR, dass Gespräche zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Angeklagten stattfinden.

    Damals betonte Anwalt Richard Beyer, dass für eine Einstellung des Verfahrens mehrere Bedingungen erfüllt sein müssten. So müssten alle Fälle erledigt werden, der Staat müsse die volle Entschädigungspflicht für alle Schäden anerkennen und eine Auflage dürfe nur symbolischer Natur sein, etwa ein Euro.

    Staatsanwaltschaft wirft Angeklagten Steuerhinterziehung vor

    Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Angeklagten vor, ein illegales Steuersparmodell für sich selbst und einkommensstarke Mandanten und Geschäftspartner entwickelt zu haben. Es ist nach dem James Bond Film "Goldfinger" benannt.

    Über seine Rechtmäßigkeit wird seit über einem Jahr vor dem Augsburger Landgericht gestritten. Der Schaden für den Fiskus könnte laut Staatsanwaltschaft Hunderte Millionen Euro betragen. Die Angeklagten weisen kriminelle Absichten zurück.

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