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Marx und Bedford-Strohm erhalten Augsburger Friedenspreis 2020 | BR24

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Bildrechte: dpa/Felix Hörhager

Einen Tag nach der Bekanntgabe des Friedensnobelpreisträgers verleiht die Stadt Augsburg ihren Friedenspreis: an Kardinal Reinhard Marx und den evangelischen Landesbischof Bedford-Strohm, wegen ihrer Verdienste um eine friedliche Ökumene.

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Marx und Bedford-Strohm erhalten Augsburger Friedenspreis 2020

Für ihren Einsatz für das Miteinander der Religionen erhalten Kardinal Reinhard Marx und den evangelischen Landesbischof Bedford-Strohm heute den Friedenspreis der Stadt Augsburg. Die Laudatio hält der frühere Bundespräsident Joachim Gauck.

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Von
  • Thomas Pösl
  • Susanne Hofmann

Der Augsburger Friedenspreis wird alle drei Jahre an Menschen vergeben, die sich für ein tolerantes und friedliches Miteinander einsetzen. Mit der Auszeichnung von Erzbischof Reinhard Kardinal Marx und Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm würdige man zwei Männer, die den Blick nicht auf Unterschiedlichkeiten lenkten, sondern das Gemeinsame betonten, so Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU). Im Reformationsjahr 2017 hätten Marx und Bedford-Strohm ein historisches Zeichen für Christinnen und Christen dieser Welt gesetzt: "Sie haben ein beeindruckendes Zeugnis davon gegeben, dass ein wahres Miteinander im Glauben trotz unterschiedlicher konfessioneller Zugehörigkeit möglich ist."

"Gemeinsam gelebter Glauben"

Die Geistlichen hätten in der Vergangenheit einander immer wieder die Hand ausgestreckt, stellvertretend für ihre Kirchenmitglieder. "Sie konzentrieren sich auf das, was sie verbindet - den gemeinsam gelebten Glauben und ein friedvolles Miteinander."

Beitrag zum Frieden der Religionen

Der Vorsitzende der Friedenspreis-Jury, Regionalbischof Axel Piper, sagte in seiner Begründung: "Beide Preisträger eint die Leidenschaft für das Vermitteln der Liebe Gottes, die allen Menschen gilt. Durch ihren persönlichen und vorbildlichen Einsatz für die friedliche Entwicklung der Ökumene haben Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm zum Frieden der Religionen und speziell beider großen christlichen Konfessionen beigetragen." Zugleich solle der Preis Ansporn sein, auf dem Weg der Gemeinsamkeit nicht halt zu machen, so Piper.

Bereits am 8. August zum Tag des Augsburger Friedensfestes wurden die beiden diesjährigen Preisträger offiziell bekannt gegeben. Die heutige Festakt für geladene Gäste wird über einen Livestream auf der städtischen Homepage sowie auf den städtischen Kanälen Youtube und Facebook zur Verfügung gestellt.

Die Laudatio hält der frühere Bundespräsident Joachim Gauck.

Persönlichkeiten aus Politik, Kirche und Zivilgesellschaft

Bisherige Preisträger sind unter anderem Richard von Weizsäcker, Michail Gorbatschow und Schwester Lea Ackermann, Gründerin von SOLWODI. Der Augsburger Friedenspreis ist mit 12.500 Euro dotiert. Die Jury besteht aus Vertretern der Evangelischen und der Katholischen Kirche, der Universität Augsburg sowie der Stadt Augsburg.

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