BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Augsburger Friedenspreis geht an Marx und Bedford-Strohm | BR24

© BR

Ein Bischof und ein Kardinal: Der Augsburger Friedenspreis geht an Heinrich Bedford-Strohm und Reinhard Marx für ihre Verdienste um die Zusammenarbeit der Religionen. Wie die Preisträger über die Zukunft des Christentums denken.

73
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Augsburger Friedenspreis geht an Marx und Bedford-Strohm

Ein Bischof und ein Kardinal: Der Augsburger Friedenspreis geht an Heinrich Bedford-Strohm und Reinhard Marx für ihre Verdienste um die Zusammenarbeit der Religionen. Wie die Preisträger über die Zukunft des Christentums denken.

73
Per Mail sharen

Ein Bischof der evangelischen Kirche und ein katholischer Kardinal erhalten den diesjährigen Friedenspreis der Stadt Augsburg. Das verkündete Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) heute im Augsburger Rathaus im Rahmen des diesjährigen Hohen Friedensfestes.

Preis für "tolerantes Miteinander“

Den mit 12.500 Euro dotierten Friedenspreis vergibt die Stadt alle drei Jahre an Persönlichkeiten, die sich um "ein tolerantes und friedvolles Miteinander von Angehörigen vielfältiger Kulturen und Religionen verdient gemacht haben", so die Organisatoren. Die beiden diesjährigen Preisträger sind christliche Theologen, die sich besonders für die Ökumene einsetzen, also die Zusammenarbeit der verschiedenen Glaubensrichtungen innerhalb des Christentums. Zum 500-jährigen Gedenken an die Reformation waren die beiden beispielsweise häufiger gemeinsam Hand in Hand aufgetreten.

Bischof Bedford-Strohm: Friedenspreis verdeutlicht ökumenische Erwartungen

Heinrich Bedford-Strohm ist Landesbischof der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland. Der in Memmingen geborene Theologie-Professor verweist vor allem im Umgang mit Geflüchteten immer wieder auf die Verantwortung der Kirche. Im Hinblick auf die Ökumene hoffe er, dass es irgendwann ein gemeinsames Abendmahl von evangelischer und katholische Kirche gebe, so Bedford-Strohm im Interview: "Ich sehe diesen Preis schon als eine starke Ermutigung und auch als ein öffentliches Zeichen, dass man das von uns erwartet."

Kardinal Marx: Zukunft des Christentums hängt von Ökumene ab

Als Erzbischof von München und Freising setzt sich auch der katholische Kardinal Reinhard Marx für eine stärkere Zusammenarbeit der Kirchengemeinschaften in Deutschland ein. Außerdem bezog er öffentlichkeitswirksam politische Position: Gegen Nationalismus und für Freiheit, verbunden mit einer strikten Trennung von Kirche und Staat. Mit Bischof Bedford-Strohm verbindet den promovierten Theologen eine langjährige Freundschaft, 2016 waren die beiden Kirchenmänner gemeinsam in Jerusalem. Die Zusammenarbeit der Kirchen sieht Marx als Zukunfts-Bedingung:

"Das Christentum in Deutschland und Europa wird nur eine Zukunft haben, wenn wir ganz stark ökumenisch zusammenarbeiten und zusammenbleiben. Das ist wichtig und da sehe ich den Preis als Ermutigung." Kardinal Reinhard Marx.

Hier finden sie alle bisherigen Trägerinnen und Träger des Augsburger Friedenspreises in der Übersicht.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!