BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Augsburger Friedensfest kann nicht wie gewohnt stattfinden | BR24

© BR

Corona wird sich auch in den nächsten Monaten auf den Alltag auswirken. So kann etwa das Augsburger Friedensfest heuer nicht im üblichen Rahmen stattfinden. Das hat die künftige Oberbürgermeisterin Eva Weber deutlich gemacht.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Augsburger Friedensfest kann nicht wie gewohnt stattfinden

Der Osterplärrer ist schon ausgefallen, und auch im Sommer wird sich Corona stark auf das Leben in Augsburg auswirken. Jetzt ist klar: Auch das Friedensfest kann heuer nicht stattfinden - jedenfalls nicht im gewohnten Rahmen.

Per Mail sharen

Der 8. August markiert jedes Jahr den Höhepunkt im Festprogramm zum Augsburger Hohen Friedensfest. Es wird seit 1650 gefeiert. Sein Ursprung geht auf den Westfälischen Frieden von 1648 zurück.

Und seit 1950 ist der 8. August ein gesetzlicher Feiertag, der ausschließlich für das Augsburger Stadtgebiet gilt - bundesweit einzigartig. In diesem Jahr aber wird das Friedensfest nicht wie gewohnt stattfinden - wegen Corona.

"Friedenspicknicks" statt großer Tafel in Augsburg?

Die künftige Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber hat am Donnerstag Einzelheiten zum Programm genannt: "Wir schauen, dass wir das Friedensfest in kleineren Formaten umsetzen oder auch online Angebote schaffen." Die traditionelle Friedenstafel am 8. August auf dem Rathausplatz könne nicht stattfinden, so die CSU-Politikerin. Man könne es angesichts der Gefahr durch das Coronavirus nicht verantworten, dass so viele Menschen dicht gedrängt auf dem Platz sitzen. Alternativ wären aber laut Weber "Friedenspicknicks" denkbar, die über die ganze Stadt verteilt sein könnten.

Augsburger Herbstplärrer steht offenbar auf der Kippe

Auch die Zeichen für den Augsburger Herbstplärrer stehen aktuell nach Ansicht von Weber schlecht. Man wolle aber noch abwarten und sich daran orientieren, wie die Stadt München und der Freistaat in den kommenden Tagen in Sachen Oktoberfest entscheiden werden. In der vergangenen Woche hat sich Weber nach eigenen Angaben mit etlichen Organisatoren von Großveranstaltungen in Augsburg getroffen. Das Ergebnis: Eine Radl-Nacht werde es heuer nicht geben. Mit Blick auf die Augsburger Radl-Woche werde man drüber nachdenken, ob kleinere Programmpunkte im Juli stattfinden können.

Auch Modular-Festival und Augsburger Sommernächte abgesagt

Außerdem wird es dieses Jahr kein Modular-Festival geben, ein vor allem unter jungen Leuten beliebtes Musikfestival. Der Stadtjugendring arbeitet nach den Worten der künftigen Oberbürgermeisterin an einem Termin im kommenden Jahr. Auch die Sommernächte in der Augsburger Innenstadt werden heuer abgesagt.

Künftige Oberbürgermeisterin hofft auf ein bisschen Normalität

Der Stadt sei es wichtig, für den Herbst zumindest kleinere Formate wie die "Light Nights" anbieten zu können. Das sei wichtig, um wieder ein bisschen Normalität zu haben, so Weber. Die Programmpunkte des Mozartfestes, das im Mai hätte stattfinden sollen, können laut Weber fast komplett in den Herbst geschoben werden. Die Lange Kunstnacht sowie das Festival der Kulturen seien auf 2021 verschoben.

Augsburg arbeitet an Programm für "Urlaub daheim"

Was den Augsburger Jazz-Sommer angehe, wolle man prüfen, ob zumindest kleine Konzerte stattfinden können. Da im Sommer größere Urlaubreisen wohl nicht möglich seien, wolle die Stadt zusammen mit Regio Augsburg Tourismus und Augsburg Marketing ein Programm unter dem Namen "Urlaub daheim" ausarbeiten.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!