| BR24

 
 

Bild

Bischof Walter Mixa
© picture-alliance/dpa
© picture-alliance/dpa

Bischof Walter Mixa

Der emeritierte Bischof Walter Mixa sollte eigentlich nächste Woche bei einer AfD-Veranstaltung zum Thema "Islamisierung? Christentum" referieren. Nun hat sich allerdings das Bistum Augsburg zu Wort gemeldet. Der Auftritt sei weder mit Bischof Zdarsa noch mit dem Generalvikar Harald Heinrich abgestimmt gewesen. Der Auftritt werde ausdrücklich abgelehnt und nicht gut geheißen. Bischof Zdarsa werde den emeritierten Bischof auch noch schriftlich auffordern, bei dieser Veranstaltung im Gebiet des Bistums Augsburg nicht aufzutreten.

"Offenbar ist es dem emeritierten Bischof nicht bewusst, dass er mit seinem Verhalten bei vielen Menschen, insbesondere auch bei zahlreichen Gläubigen große Verärgerung verursacht und damit dem Bistum Augsburg und der Kirche insgesamt schweren Schaden zufügt." Bistum Augsburg

AfD versteht Aufregung nicht

Auf die ungewöhnlich deutlichen Worte aus dem Bistum reagierte der Augsburger AfD-Landtagsabgeordnete Markus Bayerbach mit Unverständnis. Dem BR-Studio Schwaben sagte er, dass sich die AfD als Bewahrer des Christentums sehe. Jetzt werde die Partei von der eigenen Kirche angegriffen, sagte Bayerbach. Diesen "Shitstorm" habe er nicht erwartet. Wenn er als katholischer Abgeordneter keinen katholischen Würdenträger einladen dürfe, müsse er seine eigene Haltung zur Kirche überprüfen, sagte er weiter.

Nicht die erste Veranstaltung

Mixa sollte kommende Woche auf Einladung des Kreisverbands der AfD in Augsburg zum Thema "Islamisierung? Christentum" referieren. Der frühere katholische Bischof von Eichstätt und Augsburg hatte bereits beim Neujahrsempfang eines AfD-Stadtrats im Stuttgarter Rathaus über Islam und Moscheebau gesprochen.

Autoren

Susanne KredoAlexander Brutscher

Sendung

Regionalnachrichten aus Schwaben vom 13.05.2019 - 11:30 Uhr