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Augsburger Bahnhofsgebäude komplett untertunnelt | BR24

© Stadtwerke Augsburg / Thomas Hosemann

Die Baugrube unter dem Hauptgebäude des Augsburger Hauptbahnhofs

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    Augsburger Bahnhofsgebäude komplett untertunnelt

    Die Bauarbeiten am Augsburger Hauptbahnhof gehen trotz der Corona-Krise unverändert weiter. Nun ist ein weiterer Meilenstein bei der Sanierung des Verkehrsknotenpunkts geschafft - das historische Bahnhofsgebäude ist jetzt komplett untertunnelt.

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    Von
    • Jochen Eichner

    Die Bauarbeiten am Augsburger Hauptbahnhof gehen trotz der Corona-Krise unverändert weiter. Nun ist das historische Bahnhofsgebäude komplett untertunnelt, die Baugrube für den Tunnel ist bereits auf Höhe von Gleis 1 angekommen, heißt es bei den Stadtwerken Augsburg.

    Unter dem Bahnhof entsteht eine Trambahnhaltestelle

    Denn direkt unter dem Hauptbahnhof - unter den Fern- und Regionalbahnsteigen - entsteht eine neue Straßenbahnhaltestelle. Der Tunnel, der unter den Gleisen bis unter das historische Hauptgebäude des Bahnhofs führt, hat inzwischen eine Länge von 300 Metern. In einem nächsten Schritt wird dieser Tunnel dann mit Beton ausgekleidet.

    Deckel drauf - und weitergraben

    Damit der Bahnbetrieb während der Bauarbeiten weiterlaufen kann, wird ein besonderes Verfahren für die Untertunnelung der Personenbahnsteige angewendet, heißt es bei den Stadtwerken Augsburg - nämlich die sogenannte Deckelbauweise. Zuerst werden Bohrpfähle in die Erde einbetoniert, ein Deckel aus Beton liegt auf diesen Pfählen auf. Unter diesem Deckel wird anschließend die Erde ausgehoben - so graben sich die Tunnelarbeiter unter den Bahnsteigen Meter für Meter voran.

    405 Meter langer Tunnel unter dem Bahnhof

    Ab 2023 soll die Tram dann den Bahnhof im Untergrund durchqueren. 405 Meter lang wird der Tunnel sein, über jeweils 120 Meter erstreckt sich die Auf- und Abfahrtsrampe in der Halderstraße. Die gesamten Baukosten für Tunnel und die neue Straßenbahnhaltestelle unter dem Bahnhof sollen sich nach Angaben der Stadtwerke Augsburg zwischen 230 und 250 Millionen Euro bewegen.