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Augsburgs Partymeile: Stadt beschließt Maßnahmenkatalog | BR24

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Die Stadt Augsburg will die Lage auf der Maximilianstraße in den Griff bekommen. Dort treffen sich nachts oft Hunderte, um Alkohol zu trinken und zu feiern.

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Augsburgs Partymeile: Stadt beschließt Maßnahmenkatalog

Hunderte Feiernde in der Maxstraße, die die Corona Abstände vergessen, das soll es nicht mehr geben. Mit großer Mehrheit hat der Augsburger Stadtrat jetzt den Maßnahmenkatalog "Sommer teilen, nicht Corona" zur Feiermeile Maxstraße abgesegnet.

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Die Wirte an der Augsburger Maximilianstraße müssen sich auf strengere Regeln einstellen. Demnach wird es ab sofort nach Mitternacht am Wochenende keinen To-Go-Verkauf für Getränke mehr geben, weder für Alkohol noch für andere Getränke. Im bestuhlten Außenbereich der Lokale hingegen wird die Bewirtungszeit auf 1 Uhr nachts verlängert. Biergärten und Terrassen dürfen bis dann auch Alkohol ausschenken.

Maxstraße wird teilweise für Autoverkehr gesperrt

Schnapsflaschen oder Bierkästen dürfen nicht zum Feiern in die Innenstadt mitgebracht werden. Durch die Sperrung von Teilen der Max- und der Ludwigstraße für den Autoverkehr soll zudem mehr Platz geschaffen werden für die Besucher, damit Abstand halten besser möglich ist. Hintergrund ist, dass sich in letzter Zeit immer wieder Hunderte Menschen auf der Maximilianstraße versammelt hatten, um zu feiern, ohne auf die Corona-Abstände zu achten.

Alkohol und eine erhöhte Grund-Aggressivität

Augsburgs Ordnungsreferent Frank Pintsch, der den Katalog nach diversen Auseinandersetzungen von Betrunkenen mit der Polizei auf den Weg gebracht hat, zeigte sich zufrieden: "Wir ziehen den Alkohol ein Stück weit aus der Innenstadt". So wolle man der "erhöhten Grundaggressivität" der vergangenen Wochen begegnen. Als "ein gutes Zeichen" sei auch zu werten, so Pintsch zum BR, dass die Wirte die Müllbeseitigung an den Wochenenden übernehmen wollen und ein Rückgabepfand eingeführt wird. Gerade durch den To-Go-Verkauf falle sehr viel Abfall an.

Ordnungsreferent Pintsch: "Werden keine Exzesse dulden"

Frank Pintsch machte im Gespräch mit dem BR aber auch klar, dass dies nur die erste Stufe sei und auf einem "Vertrauensvorschuss" basiere. Die Lage werde wöchentlich neu evaluiert. Sollte sich zeigen, dass die jetzigen Maßnahmen nicht die erwünschte Wirkung zeigen, "zünden wir die nächste Stufe", dann würde der Gaststättenbetrieb in der Maxstraße und der Ludwigstraße noch weiter heruntergefahren. "Exzesse werden wir nicht dulden", so Pintsch.

Wegen Corona-Regeln verlagert sich Nachtleben nach draußen

Die Polizei musste zuletzt wiederholt einschreiten, weil es Streit unter Feiernden gab. Zu Problemen mit Lärm und aggressiven Partygästen kam es auch vor anderen Lokalen in der Augsburger Innenstadt. Durch die Corona-bedingte Schließung von Clubs spielt sich auch in Schwabens größter Stadt ein großer Teil des Nachtlebens in diesem Sommer auf Straßen und Plätzen ab.

In Bamberg schon jetzt strengere Regeln für Nachtschwärmer

Wirte-Sprecher Leo Dietz (CSU), selbst Betreiber mehrerer Lokale an der Maximilianstraße, begrüßte den Maßnahmenkatalog: "Ohne Regeln funktioniert Freiheit nicht", sagte er dem BR. Der Infektionsschutz habe "oberste Priorität". In Bamberg beispielsweise gibt es schon jetzt ab 20 Uhr keine "To-go-Getränke" mehr.

Thema in den Sozialen Medien

Auf Facebook wird derzeit das Thema viel diskutiert, auch aufgrund eines Posts von Peter Schwab, Stadtrat für die CSU und Polizeibeamter.

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