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Bildrechte: BR/Barbara Leinfelder

2019 bekam Augsburg das begehrte Siegel "UNESCO-Welterbe" für das geschichtsträchtige Wassersystem der Stadt. Nun gibt es dazu ein Besucherzentrum - coronabedingt vorläufig nur virtuell.

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Augsburg: Welterbe-Infozentrum zeigt einmaliges Wassersystem

Das Augsburger Wassersystem ist UNESCO-Welterbe und hat nun ein eigenes Infozentrum. Das soll Touristen und Einheimischen zeigen, was am Wassersystem der Stadt so einmalig ist. Vorerst ist die Ausstellung wegen Corona aber nur im Internet zu sehen.

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Von
  • Angelika Nörr
  • Barbara Leinfelder

Brauchwasserkanäle, Kraftwerke, Trinkwasserbrunnen: Die 22 einzelnen Orte, die zusammen zum Augsburger UNESCO-Welterbe zählen, sind über ganz Augsburg verteilt. Touristen können sich deswegen nur schwer alle einzelnen Denkmäler anschauen. Das Welterbe Infozentrum am Rathausplatz soll nun einen Überblick über das Augsburger Welterbe geben, das sich über 30 Kilometer erstreckt.

Zentrum erzählt Geschichte des Welterbes

Das Augsburger Wassersystem kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: Bereits die Römer, die vor mehr als 2.000 Jahren die Stadt am Lech gründeten, begannen mit dem Bau von Wasserkanälen. Vor fast einem halben Jahrtausend führte Augsburg die Trennung von Trink- und Brauchwasser ein, vermutlich als weltweit erste Stadt überhaupt.

Modell zeigt Wassersystem in klein

Herzstück der virtuell eröffneten Ausstellung ist ein vier Meter langer Tisch, der als animiertes 3D-Modell das gesamte Wassermanagement der Stadt im Kleinformat zeigt: die Quellbäche und Flüsse, die Kanäle und alle Wasserbauten. Über 1.500 LED-Leuchten illuminieren das Modell. Über einen QR-Code lässt sich zu jeder Station ein Film aufs Smartphone laden. Weiteres Highlight: Die historischen Wassertürme am Roten Tor, mit denen das Wasser in der Stadt verteilt wurde, können Besucher im Infozentrum per VR-Brille virtuell besichtigen.

Infozentrum vorerst ohne Besucher

Auch einer der berühmten Trinkwasser-Brunnen der Stadt ist in der Ausstellung zu sehen: In Form eines ein Meter großen Findlings, den der Lech aus den Alpen bis ans Augsburger Ufer transportiert hat. Allerdings wird es noch eine Weile dauern, bis der Brunnen genutzt werden kann. Erst wenn die Corona-Pandemie es zulässt, können Augsburger und Touristen das Welterbe Infozentrum anschauen. Hier geht es zur virtuellen Besichtigung.

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