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Zwei Feuerwehrmänner stehen in einem Stadtkanal, einer hat ein gerettetes Reh auf den Schultern.

In der Augsburger Innenstadt war ein Reh in einen Stadtkanal geraten. Die Feuerwehr musste ihm aus dem Wasser helfen, da es sonst ertrunken wäre.

Bildrechte: Berufsfeuerwehr Augsburg
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Warum gerade immer mehr Rehe in Augsburgs Kanälen landen

Vor lauter Schreck ins Wasser: Im Augsburger Stadtgebiet landen gerade immer wieder Rehe in Kanälen und Bächen. Weil sie dort ertrinken können, muss die Feuerwehr ausrücken. Was die Ursache für dieses Verhalten ist.

Von
Anna KleinAnna KleinOliver ChristaOliver Christa
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Es waren Spaziergänger, die den Rehbock entdeckt hatten: Er war in einen von Augsburgs zahlreichen Stadtkanälen geraten - und schaffte es aus eigener Kraft nicht wieder heraus. Die Feuerwehr musste das Tier befreien. Denn die hohen Wände und das steile Ufer können für Rehe zum Verhängnis werden, erklärt Daniel Kugler im BR-Interview. Er ist Förster und Revierleiter in Augsburg.

Menschen und Hunde schrecken Rehe auf

Nach Auskunft des Forstamts ist der Grund dafür, dass Rehe in diesen Tagen vermehrt in den Bächen und Kanälen der Stadt Augsburg landen, der Mensch, der das Wild beunruhigt. Ein saisonales Verhalten der Rehe und Rehböcke, das diese Situationen verursache, gebe es nicht, so Kugler.

Rehe kommen nicht ohne Hilfe aus dem Wasser

Vielmehr würden die Rehe immer wieder in ihren Ruheplätzen durch Spaziergänger und Hunde im Stadtwald aufgeschreckt und stürzten sich dann kopflos auf der Flucht und möglicherweise geschwächt in die Bäche und Kanäle. Wenn das Tier die Wände des Kanals oder Ufer des Bachs nicht selbst wieder hinaufkommt, droht es zu ertrinken. Dann muss die Feuerwehr zur Tierrettung ausrücken. Rehe könnten aber gut schwimmen und durchqueren die Bäche häufig, so der Förster weiter.

Im Augsburger Stadtteil Haunstetten war ein Rehbock in den Lochbach geraten. Er konnte sich gerade noch selbst aus dem Wasser retten.

Bildrechte: BR / Tina Buchta

Feuerwehr rettet Rehe vor dem Ertrinken

Die Augsburger Berufsfeuerwehr muss nach eigenen Angaben zwei bis fünf Mal pro Jahr ausrücken, um Rehe in den Augsburger Stadtbächen und Kanälen vor dem Ertrinken zu retten, so Andreas Kohnle von der Pressestelle der Berufsfeuerwehr.

Wenn die Tiere nach dem Einstieg in den Bereich betonierter Wände kommen, werde der Ausstieg oft sehr schwierig bis unmöglich. Er selbst habe schon zwei Rehe gerettet. "Die Tiere, die vor dem Ertrinken waren, sind dann auf mich zugeschwommen und haben die Hilfe dankend angenommen", so der Feuerwehrmann.

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