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Augsburg: Umweltreferent begrüßt Vorschlag zu Einwegverpackungen | BR24

© BR/Thomas Pösl

Bundesumweltministerin Schulze will die Hersteller von Einwegverpackungen an den Kosten der Müllentsorgung beteiligen. Augsburgs Umweltreferent begrüßt die Pläne. Die Stadtreinigung sammelt in der Innenstadt vor allem eines ein: Kaffee to go Becher.

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Augsburg: Umweltreferent begrüßt Vorschlag zu Einwegverpackungen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will Hersteller von Wegwerfartikeln verpflichten, die Kosten fürs Ein- und Aufsammeln von Müll im öffentlichen Raum mitzutragen. Augsburgs Umweltreferent begrüßt die Idee und will Alternativen aufzeigen.

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Bald sollen die Hersteller von Wegwerfprodukten die Entsorgung mitbezahlen. Spätestens 2021 sollten die Gesetze stehen, kündigte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) am Montag in Berlin an. Die geplante Maßnahme soll die Kommunen bei den Kosten für die Abfallentsorgung entlasten. Der grüne Augsburger Umweltreferent Reiner Erben begrüßt den Vorschlag.

"Bis zu zwei Kubikmeter Müll - pro Tag"

Erhard Pressl von der Ausgburger Stadtreinigung leert mit seinem Team die Abfallbehälter aus Drahtgitter in der Augsburger Innenstadt. Mit seinem Team ist er vor allem dort im Einsatz, wo viele Menschen mit Coffee-to-go Bechern unterwegs sind. 1,2 Kubikmeter Müll seien der normale Tagesschnitt. "An schönen Tagen haben wir natürlich 1,5 bis 2 Kubikmeter, was die Innenstadt betrifft. Der größte Teil im Zentrum sind diese Becher", so Pressl. Wenn die Sonne scheint und viel mehr Menschen unterwegs sind, steige das Müllaufkommen.

Augsburg hofft auf Mehrweglösungen

Dem grünen Augsburger Umweltreferent Reiner Erben ist die Flut an Einwegbechern ein Dorn im Auge. Deswegen macht er Werbung für Mehrwegbecher. Erben begrüßt den Vorschlag der Bundesumweltministerin, die Hersteller von Einwegverpackungen zur Kasse zu bitten. Er hofft, dass dadurch Mehrwegpfandbecher preislich attraktiver werden und dass in Augsburg weniger Pappbechermüll anfällt.

"27.000 Einwegbecher am Tag"

"Die Deutsche Umwelthilfe hat mal bundesweit Berechnungen dazu angestellt. Und wenn man die herunterbricht auf die Augsburger Verhältnisse, dann kommen wir ungefähr am Tag auf 27.000 Einwegbecher, die in unseren Abfalleimern landen. Und die müssen wir entsorgen", so Erben.Laut dem Verband kommunaler Unternehmen bestehen bis zu zwei Drittel des Inhalts der Straßen-Mülleimer aus Einwegverpackungen. Ehard Pressl und sein Team fahren an manchen Tagen bis zu sieben mal die gleiche Tour durch Augsburg.