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Augsburg setzt Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus | BR24

© Bernd Settnik/dpa

Mit einer Kerze steht ein Mensch Anfang Oktober vor der jüdischen Gemeinde in Potsdam, um seine Solidarität auszudrücken.

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Augsburg setzt Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus

Am Mittwochabend haben in Augsburg ca. 150 Menschen an einer Solidaritätskundgebung teilgenommen. Gemeinsam wollten sie öffentlich gegen Antisemitismus und andere Formen von Hass und Gewalt eintreten. Laut Polizei verlief die Aktion friedlich.

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Zahlreiche Menschen haben sich am Mittwochabend auf dem Augsburger Moritzplatz an einer Solidaritätskundgebung beteiligt. Nach Angaben der Polizei waren etwa 150 Teilnehmer gekommen. Der "Runde Tisch der Religionen" hatte nach dem Anschlag auf eine Synagoge in Halle dazu aufgerufen, ein öffentliches Zeichen für den Frieden zu setzen und gegen Antisemitismus, Rassismus, Hass und Gewalt aufzustehen.

"Friedliche und getragene Stimmung"

Der Polizei zufolge verlief die Aktion ruhig und ohne Störungen. Die Leiterin des Augsburger Friedensbüros, Christiane Lembert-Dobler, die auch dem Tisch der Religionen angehört, sprach von einer "schönen, friedlichen und getragenen Stimmung". Viele der Menschen, die an der Kundgebung teilgenommen haben, hätten Kerzen dabei gehabt. Christiane Lembert-Dobler zufolge hat die Gruppe Feygele gespielt, die Menschen haben jüdische Lieder gesungen, es wurde aus der Tora, aus dem Neuen Testament und aus dem Koran vorgelesen.

Friedenspreisträger war anwesend

Bei einer Schweigeminute gedachte die Gruppe der Opfer des Anschlags von Halle. Auch Augsburgs Zweite Bürgermeisterin Eva Weber und der 90-jährige Friedenspreisträger Helmut Hartmann waren bei der Solidaritätskundgebung dabei. Der "Runde Tisch der Religionen" wurde von der Stadt Augsburg ins Leben gerufen. Zu ihm gehören Christen, Juden, Muslime, Aleviten, Buddhisten und Jesiden.

© BR.de

Rund 150 Menschen haben auf dem Augsburger Moritzplatz der Opfer des Anschlags von Halle gedacht. Aufgerufen zu der Solidaritätskundgebung hatte der Runde Tisch der Religionen.