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Augsburg will Corona-Auflagen verschärfen | BR24

© BR / Mario Kubina

Per Webstream hat die Stadt Augsburg über weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus informiert

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    Augsburg will Corona-Auflagen verschärfen

    Trotz des Teil-Lockdowns gehen die Infektionszahlen in Augsburg nur langsam zurück. Die Stadt plant weitere Beschränkungen ab Freitagabend. Dazu gehören Wechselunterricht, strengere Kontaktbeschränkungen und eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz.

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    Von
    • Barbara Leinfelder
    • BR24 Redaktion

    In einer Live-Schalte aus dem Rathaus hat der Augsburger Krisenstab über die neuesten Entwicklungen in Sachen Corona informiert. "Eigentlich hätten wir gestern Abend den Christkindlesmarkt eröffnet", so Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU). Am Freitag hätte die Shoppingnacht stattfinden sollen. Das alles sei bereits seit langem abgesagt. "Doch wir kommen mit den Zahlen einfach nicht runter", auch was die Zahl der Todesfälle betreffe, sagte Weber.

    R-Wert in Augsburg bei 0,88

    Die Zuwachsrate liegt nach Webers Angaben in Augsburg derzeit bei 0,88. Würde diese einfach jetzt so weiterlaufen, käme man erst Ende Februar auf einen Inzidenzwert von unter 50, prognostiziert die Oberbürgermeisterin. Man müsse die Zahlen so schnell wie möglich wieder in einen für die Gesundheitsämter beherrschbaren Bereich bringen.

    "Wir sind nach wie vor ein Hotspot." Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU)

    Kontaktbeschränkungen und Wechselunterricht angekündigt

    Um die Infektionszahlen schneller zu senken, will die Stadt - vorbehaltlich der Beschlüsse von Bund und Ländern am Mittwoch - mehrere Vorgaben verschärfen. So soll in Augsburg ab Freitag 18 Uhr eine Kontaktbeschränkung auf maximal fünf Personen aus zwei Haushalten gelten. Auch in Mittel- und Förderschulen soll ab der siebten Klasse Wechselunterricht eingeführt werden, wenn Abstandsregeln nicht umgesetzt werden können.

    Mehr Fläche pro Kunde im Einzelhandel – Schließung von Fahrschulen

    Im Einzelhandel werde künftig pro Kunde 20 Quadratmeter Fläche vorgegeben und damit doppelt so viel wie bisher, erklärte Weber. Auch werde es auf den Parkplätzen vor den Einkaufsmärkten Maskenpflicht geben. Fahrschulen und Musikschulen müssen demnach ihre Arbeit einstellen. Alkoholausschank wird nach Webers Angaben dort verboten, wo Maskenpflicht herrscht.

    Maskenpflicht am Arbeitsplatz

    Auch am Arbeitsplatz soll in Augsburg eine Maskenpflicht eingeführt werden. Weber appellierte außerdem an die Arbeitgeber, zu prüfen, ob über Weihnachten die Arbeit ganz eingestellt werden könne, oder ob Mitarbeite ins Homeoffice wechseln können, um die Infektionsrate zu senken.

    Polizei will durchgreifen

    Polizeidirektor am Präsidium Schwaben-Nord, Markus Trebes, forderte die Bürger dazu auf, sich an die AHA-Regeln zu halten, also Abstand zu halten, die Hygieneregeln zu beachten und die Alltagsmaske zu tragen. Er betonte, viele Bürger seien einsichtig und hielten sich daran. Es gebe auch auch Menschen, die Partys feierten. Da könne man nicht mehr „von Fahrlässigkeit sprechen, sondern von Vorsatz“. Trebes stellte klar, dass es ab jetzt keinen Ermessensspielraum mehr gebe und die Polizei durchgreifen und Strafen konsequent anordnen werde: „Aktuell ist nicht die Zeit zum Feiern“, so Trebes.

    Stadt erwägt Ausgangsbeschränkung ab 21 Uhr als nächsten Schritt

    Sollte die angekündigten Maßnahmen nicht wirken, sei auch eine Ausgangsbeschränkung ab 21 Uhr nicht ausgeschlossen, erklärte die Augsburger Oberbürgermeisterin.

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