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Augsburg: Über 1.000 Teilnehmer bei Veranstaltungen zum 1. Mai | BR24

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Bei schönem Wetter haben in Augsburg mehr als 1.000 Menschen an den Veranstaltungen zum ersten Mai teilgenommen.

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    Augsburg: Über 1.000 Teilnehmer bei Veranstaltungen zum 1. Mai

    Polizei und DGB schätzen, dass bei den Veranstaltungen zum 1. Mai in Augsburg mehr als 1.000 Teilnehmer waren. Die Veranstaltungen waren laut Polizei ruhig bis auf eine Festnahme. Im Mittelpunkt der Rede von Luise Klemens stand ein "soziales Europa".

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    Die Polizei Schwaben Nord geht davon aus, dass an den Veranstaltungen zum 1. Mai in Augsburg rund 1.200 bis 1.300 Menschen teilgenommen haben. Es gab laut Polizei nach aktuellem Stand "eine vom Richter bestätigte Gewahrsamnahme" - eine Person hatte die Veranstaltungen gestört. Ansonsten verliefen die Demonstration, die Kundgebung und die Maifeier ruhig, so die Polizei.

    DGB ist zufrieden mit den Veranstaltungen zum 1. Mai in Augsburg

    Die Vorsitzende des DGB-Kreisverbands Augsburg, Silke Klos-Pöllinger, schätzt die Teilnehmerzahl etwas höher ein als die Polizei. Sie geht davon aus, dass insgesamt rund 1500 Menschen bei den Veranstaltungen dabei waren und damit "etwas mehr als im vergangenen Jahr". Insofern ist Klos-Pöllinger zufrieden, auch wenn sie sich grundsätzlich mehr Teilnehmer bei Gewerkschaftskundgebungen wünschen würde.

    Luise Klemens, Verdi: Soziales Europa statt Rassismus

    Die Landesbezirksleiterin von Verdi Bayern, Luise Klemens, forderte in ihrer Rede auf dem Rathausplatz ein soziales Europa der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Ein Zurück zum Nationalstaat dürfe es nicht geben. Europa steht laut Klemens vor einer Richtungsentscheidung:

    „Die Europawahl entscheidet darüber, welche politischen Kräfte künftig das Sagen haben. Wir haben die Wahl zwischen Parteien, die Europa weiter spalten und somit zerstören wollen, und Parteien, die für ein soziales Europa eintreten.“ Luise Klemens, Landesbezirksleiterin von Verdi Bayern

    Klemens sagte in Augsburg, Rechtspopulisten und Nationalisten erzeugten eine europafeindliche Stimmung mit ihren rassistischen Parolen und Hetztiraden. Notwendig sei deshalb "eine Politik, die mit aller Entschlossenheit für mehr Solidarität eintritt".

    Soziales Europa und die Wohnungsnot

    Zu einem sozialen Europa gehören laut Luise Klemens auch die Wohnbedingungen. Um die Misere am Wohnungsmarkt zu lösen, müsse „die Marktmacht der renditegeilen Immobilienkonzerne“ gebrochen werden. Klemens forderte: „Runter mit den Mieten, rauf mit den Löhnen.“

    Plädoyer am 1. Mai für den arbeitsfreien Sonntag

    Außerdem betonte Klemens, zu sozialem Leben gehöre auch der Schutz von arbeitsfreien Zeiten, Wirtschaftsminister Aiwanger wolle aber den im Grundgesetz verankerten Schutz des freien Sonntags erneut angreifen und mehr Sonntagsöffnungen im Handel ermöglichen: „Aiwanger will uns den Sonntag klauen – das werden wir nicht zulassen!“

    Verdi unterstützt die Respekt-Rente

    Ein starker Sozialstaat ist aus Sicht von Luise Klemens notwendig. Zentral sei dabei die soziale Absicherung des Alters. Verdi unterstütze deshalb die von Arbeitsminister Heil vorgeschlagene sogenannte Respekt-Rente, erklärte Klemens.