Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Augsburg: Laufen lernen mit dem Roboter | BR24

Audio nicht mehr verfügbar

Dieses Audio konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

© BR / Thomas Pösl

Bei der European Robotics Week in Augsburg werden mitunter Roboter vorgestellt, die in Zukunft in der Pflege helfen sollen. Manche Patienten profitieren schon jetzt von solchen Maschinen, BR-Repoter Thomas Pösl stellt einen Fall vor.

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Augsburg: Laufen lernen mit dem Roboter

Bei der European Robotics Week in Augsburg werden mitunter Roboter vorgestellt, die in Zukunft in der Pflege helfen sollen. Manche Patienten profitieren schon jetzt von solchen Maschinen. BR-Reporter Thomas Pösl stellt einen Fall vor.

Per Mail sharen
Teilen

Frank Rathke ist an Multipler Sklerose ("MS") erkrankt. Die unheilbare Erkrankung des Zentralen Nervensystems sorgt bei ihm dafür, dass er seinen Job als Kachelofenbauer aufgeben musste. Der 50-Jährige kann sich fast nur noch im Rollstuhl, manchmal im Rollator, fortbewegen.

Training mit dem Geh-Roboter

Mit Hilfe verschiedener Therapien versuchen Patienten, Beschwerden zu lindern und möglichst lange mobil zu bleiben. Frank Rathke trainiert dazu einmal pro Woche auf einem Geh-Roboter eines Schweizer Herstellers, dem "Lokomat".

Ergotherapeutin Viktoria Zanger schnallt den Patienten am zwei Meter hohen Laufroboter fest, der Frank Rathke gleich, wenn man so will, passiv zum Laufen bringt. Zur Therapie auf dem Laufroboter Lokomat kommt Frank Rathke auf Rezept und mit großen Hoffnungen.

"Der 'Lokomat' ist viel diskutiert in MS-Kreisen. Da haben es viele schon geschafft, wieder ein bisschen laufen zu können. Da würde ich auch gerne hin." Frank Rathke, MS-Patient

Kein Ersatz für menschliche Therapeuten

Den großen High-Tech-Roboter, der Patienten in Bewegung bringt, gibt es in manchen Kliniken. In einer ambulanten Praxis bayernweit jedoch nur einmal: in Augsburg in der Ergotherapiepraxis Endraß. Eigentlich dauert eine Einheit 40 Minuten. Doch so lange will Frank Rathke nicht im Lokomat laufen. Sonst, so sagt er, fehlt ihm die Energie für den restlichen Tag. Zuhause versorgt er sich nämlich weitgehend selbst. Ehrgeizig ist Rathke am Laufroboter dennoch.

"Bis zum Lech laufen. Das sind 700 Meter, dass schaffe ich." Frank Rathke

Ersetzen würden Roboter wie der Lokomat menschliche Therapeuten wie Viktoria Zanger nicht – davon ist sie überzeugt. Roboter seien aber eine Ergänzung, die Therapien unterstützten und das in Zukunft sicher noch mehr.