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Augsburg: Behinderungen im Zugverkehr dauern noch mehrere Tage | BR24

© BR/Johannes Hofelich

Reisende, die mit Regionalzügen zwischen Augsburg und Donauwörth unterwegs sind, müssen noch länger mit Behinderungen rechnen.

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    Augsburg: Behinderungen im Zugverkehr dauern noch mehrere Tage

    Noch über das Wochenende hinaus müssen Zugreisende mit Beeinträchtigungen im Regionalverkehr zwischen Donauwörth und Augsburg rechen. Laut Bahn hat ein entgleister Güterzug mehr Schaden angerichtet als zunächst angenommen. Die Arbeiten dauern länger.

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    Nachdem am vergangenen Freitag ein Güterzug aus den Schienen gesprungen war, wollte die Bahn die Strecke zwischen Augsburg und Gersthofen ursprünglich heute wieder freigeben. Die Reparaturarbeiten in Augsburg-Oberhausen verzögern sich aber. Wie ein Sprecher dem BR sagte, sind die Schäden gravierender als zunächst gedacht.

    Güterzug beschädigte mehrere Weichen

    Die Bahn muss mehrere Weichen austauschen. Diese müssen maßgenau als Einzelanfertigungen hergestellt werden. Deutschlandweit gibt es nur ein Werk, das Weichen produziert. Die Weichen für Augsburg-Oberhausen hätten aber Priorität, so der Sprecher.

    Ersatzverkehr zwischen Gersthofen und Augsburg

    Die beschädigten Weichen werden jetzt ausgebaut und vorübergehend durch gerade Gleise ersetzt. Da derzeit drei bis vier Linien auf einem Gleis rollen, gibt es weiter Kapazitätseinschränkungen. Regionalbahn-Kunden müssen tagsüber weiterhin auf den Ersatzverkehr via Bus und Straßenbahn zwischen Augsburg und Gersthofen ausweichen. Der ein oder andere Regionalzug könnte laut Bahn auch durchfahren, wenn kurzfristig Kapazitäten auf den Gleisen frei sind. Ihren Kunden empfiehlt die Bahn daher, sich vor Fahrtantritt im Internet zu informieren.

    Bahnfahrer müssen weiter mit Verspätungen rechnen

    Abends und nachts – etwa ab 20 Uhr – sollen die Regionalzüge weitgehend fahrplanmäßig verkehren. Möglich ist das, da zu späterer Stunde weniger auf den Schienen los ist. Da der Streckenabschnitt allerdings nur eingleisig befahren werden kann, ist mit Verzögerungen von bis zu zehn Minuten zu rechen. Die Regionalexpress-Züge zwischen Augsburg und Nürnberg sowie der Fernverkehr fahren ganztägig nach Plan.

    Hemmschuh wohl Ursache

    Nach derzeitigem Ermittlungsstand hat ein sogenannter Hemmschuh den Güterzug in Augsburg-Oberhausen entgleisen lassen. Das ist eine keilförmige Vorrichtung auf dem Gleis, die verhindern soll, dass Waggons wegrollen. Die Bundespolizei geht momentan davon aus, dass menschliches Versagen zu dem Unfall führte.