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Augsburg: AfD-Kandidat zieht Oberbürgermeister-Kandidatur zurück | BR24

© picture-alliance/dpa/Daniel Karmann

Der AfD-Landtagsabgeordnete Markus Bayerbach zieht seine Oberbürgermeister-Kandidatur zurück - wegen des "ideologischen Wechsels" in der Fraktion

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    Augsburg: AfD-Kandidat zieht Oberbürgermeister-Kandidatur zurück

    Markus Bayerbach zieht seine Kandidatur als Oberbürgermeister in Augsburg zurück. Den ideologischen Wechsel im Augsburger Kreisverband der AfD wolle er nicht mehr mittragen. Sein Landtagsmandat will er vorerst behalten - trotz der "strammen Spitze".

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    Der AfD-Politiker Markus Bayerbach hat heute dem BR bestätigt, dass er seine Kandidatur für das Amt des Augsburger Oberbürgermeisters zurückzieht. Es habe sich "ein ideologischer Wechsel" im Kreisverband vollzogen, den er nicht länger mittragen wolle, erklärte der Politiker, der für die AfD im Landtag sitzt und als OB-Kandidat aufgestellt wurde.

    Auf der Stadtratsliste seien Leute gelandet, mit denen er weder inhaltlich noch menschlich zusammen arbeiten könne: "Die ziehen stramm nach rechts und haben eigentlich kein Interesse an Kommunalpolitik", kritisiert der Politiker, "da sehe ich keine Basis, das ist nicht das, was ich will."

    Arbeit als AfD-Landtagsabgeordneter wird "schwerer"

    Bayerbach ist von Beruf Förderlehrer und gilt als prominentester Kopf der Augsburger AfD. Der Politiker ist bislang nicht durch radikale Statements aufgefallen. Sein Landtagsmandat will Bayerbach, wie er dem BR heute sagte, vorerst behalten. Auch dort aber werde die Arbeit für ihn schwerer, angesichts der neuen, "strammen Spitze", so Bayerbach.

    Linkspartei: Bayerbach habe "Entwicklungen nach rechts toleriert"

    Die Augsburger Linke hat sich bereits zum Rückzug des designierten OB-Kandidaten der AfD geäußert: Bezirksrat Frederik Hintermayr (OB-Kandidat, DIE LINKE) sagte dazu: "Bayerbach hat innerhalb der Augsburger AfD einige Entwicklungen nach rechts toleriert und gar unterstützt. Doch nun wird es sogar ihm zu braun." Dies sollte eine "Mahnung für alle Demokraten in Augsburg" sein, so Hintermayr.