Ein Passant mit Einkaufstüten geht in der Innenstadt durch eine Einkaufsstraße.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Daniel Bockwoldt

Die Verbraucher erwarten ein Verbesserung ihrer Einkommen, schrecken aber trotzdem vor größeren Anschaffungen zurück.

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Aufwärtstrend bei der Verbraucherstimmung schwächt sich ab

Das Konsumklima kann sich im April weiter leicht von seinen Tiefstständen im vergangenen Jahr erholen. Allerdings hat sich die Dynamik deutlich verlangsamt, denn viele Verbraucher zögern immer noch ihr Geld auszugeben, so die Marktforscher.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Die Konsumlaune der Verbraucher wird sich im April weiter aufhellen, allerdings wird der Anstieg deutlich gedämpfter ausfallen als in den Vormonaten. Das prognostizieren die Experten des Nürnberger Marktforschungsinstitutes GfK in ihrer neusten Konsumklima-Studie. Sie erwarten den sechsten Anstieg des Konsumklimas in Folge allerdings auf weiterhin sehr niedrigem Niveau. Nach den Tiefstständen im vergangenen Jahr zeigt der Trend aber weiter nach oben.

Positive Einkommenserwartungen

Denn die Verbraucherstimmung habe im März ein sehr gemischtes Bild gezeigt: Auf der einen Seite sehen die Verbraucher ihre Einkommensentwicklung weiterhin positiv. Der Arbeitsmarkt sei sehr stabil, kaum jemand rechnet damit, seinen Job zu verlieren. Zudem seien die Energiepreise zuletzt wieder etwas gefallen, das habe die Verbraucher etwas weniger pessimistisch gestimmt, sagt GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl.

Sinkende Energiepreise, aber hohe Heizkostenrechnung

Bürkl erklärt: "Vor allem der Benzinpreis ist für viele auch immer ein Signalpreis, der sehr genau zu beobachten ist an den Straßenrändern." So könnten die Menschen direkt ablesen, wenn er sinkt. Andererseits würden viele Menschen aber noch auf ihre Heizkostenabrechnung warten und seien deshalb immer noch verunsichert. Dadurch sei die Bereitschaft, Geld für größere Anschaffungen auszugeben, immer noch sehr gedämpft.

Inflation bleibt hoch

Zudem werde die Inflation in diesem Jahr hoch bleiben. Nach Meinung der Experten wird sie aber etwas niedriger ausfallen als im vergangenen Jahr. "Der private Konsum wird wegen der zu erwartenden Kaufkraftverluste in diesem Jahr voraussichtlich keinen positiven Beitrag zur Konjunkturentwicklung in Deutschland leisten", prognostiziert Bürkl. Dementsprechend hat sich nach vier Anstiegen in Folge auch die Konjunkturerwartung wieder verschlechtert. Für die zweite Jahreshälfte erwarten die Experten aber, dass sich die deutsche Wirtschaft wieder etwas erholen kann.

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