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Auferstehung als Freudenfest: Augsburger Bischof feiert Ostern | BR24

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Bischof Bertram Meier segnet das Taufwasser in der Osternacht

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    Auferstehung als Freudenfest: Augsburger Bischof feiert Ostern

    Mit dem biblischen Motiv des Gartens befasste sich der Augsburger Bischof Bertram Meier in seiner Predigt zum Ostersonntag. Der Gottesdienst im Hohen Dom zu Augsburg war für Gläubige wie schon die Osternacht nur mit Einlasskarte zugänglich.

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    Von
    • Angelika Schneiderat

    Im Augsburger Dom hat Bischof Bertram Meier die Osternacht und den Gottesdienst zum Ostersonntag gefeiert. Beide waren nur für Gläubige mit Einlasskarte zugänglich. Der Ostergottesdienst wurde deshalb live aus dem Hohen Dom zu Augsburg übertragen. In seiner Predigt griff Bischof Bertram Meier das biblische Motiv des Gartens auf.

    Der Garten als Bühne für Ostern

    So zitierte er aus dem Johannesevangelium: "An dem Ort, wo man Jesus gekreuzigt hatte, war ein Garten, und in dem Garten war ein neues Grab, in dem noch niemand bestattet worden war. Wegen des Rüsttages der Juden und weil das Grab in der Nähe lag, setzten sie Jesus dort bei." Dieses Gartengrab Jesu sei die Bühne für das Osterfest, sagte der Bischof in seiner Predigt. Das Motiv des Gartens sei auch als Ermunterung an die Kirche zu verstehen: Wo Leben sei, wirke die Kirche einladend. Jesus sei dabei als Gärtner des Lebens zu verstehen, der den Menschen den Zugang zum Garten Eden neu eröffnen und damit den Sündenfall Adams rückgängig machen wolle.

    Jesus, der Gärtner, setzt seinen Spaten an bei der Geschichte vom Garten Eden. Er schlägt nicht nur ein neues Kapitel auf, er wendet das Blatt wie ein Stück Erde: Sünde und Schuld werden umgegraben. Unter dem Einsatz des eigenen Lebens macht Jesus aus dem dornigen Erdengarten den blühenden Garten Eden. Bischof Bertram Meier

    Bistum als Biotop der Hoffnung

    Doch, so Meier, es gäbe kein Paradies auf Erden. Dies gelte auch für die Kirche. Sein eigenes Bistum bezeichnete er aber trotz Pandemie als echtes Biotop der Hoffnung. Wie in einem blühenden Gartenbiotop sei auch die Kirche von Augsburg Heimat für den christlichen Glauben in seiner ganzen reichen Vielfalt. Alle Menschen sollten in der Kirche erleben, wie vielfältig und unterschiedlich sich Glauben, Hoffen und Lieben artikulieren könnten.

    Die kleine Flamme von Ostern

    Der Gottesdienst zum Ostersonntag wurde live auf der Homepage des Bistums übertragen, ebenso wie zuvor schon die Osternacht. Zwar könne das Licht der Osterkerze für sich allein das Dunkel des Domes nicht ganz ausleuchten, sagte Bischof Bertram Meier in der Osternacht, doch die Nacht sei verklärt, weil in ihr die kleine Flamme von Ostern leuchte. Und dieses kleine Licht habe mehr Recht als die große Dunkelheit, betonte der Bischof.

    Er ermunterte die Gläubigen, die nicht an den Gottesdiensten teilnehmen konnten, statt der Osterkerze in der Kirche eine Kerze bei sich zuhause anzuzünden als Symbol für Auferstehung und Leben statt Sterben und Tod. Man müsse Ostern trotzig und frech in Corona-Zeiten feiern und mit Zuversicht das Leben begrüßen, das stärker sei als der Tod.

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