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Aufatmen in Garmisch-Partenkirchen: Corona-Zahlen sinken | BR24

© Lino Mirgeler/dpa

Corona-Ausbruch in Garmisch

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    Aufatmen in Garmisch-Partenkirchen: Corona-Zahlen sinken

    Nach dem Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen ist dort die Zahl der Corona-Neuinfektionen erneut deutlich gesunken. Damit laufen jetzt die Beschränkungen des öffentlichen Lebens aus.

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    Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist der 7-Tage-Inzidenzwert wieder weit unter den Warnwert von 50 gesunken: Er liegt laut LGL am Dienstag bei 18,09. Seit gestern ist nur eine einzige Neuinfektion hinzugekommen. Zuvor schon hatte ein Massentest in der Bevölkerung für leichte Entwarnung gesorgt.

    Corona-Beschränkungen aufgehoben

    Damit laufen heute die Beschränkungen des öffentlichen Lebens aus, teilt der Sprecher des Landratsamtes Stephan Scharf mit. Zeitweise hatte der Wert bei mehr als 57 und damit über dem Signalwert von 50 gelegen. Deshalb mussten Gaststätten um 22.00 Uhr schließen, maximal fünf Menschen durften sich im öffentlichen Raum treffen. An Privatveranstaltungen durften höchstens 50 Personen in geschlossenen Räumen oder 100 Personen draußen teilnehmen.

    US-Amerikanerin hatte trotz Symptomen Bar besucht

    Eine 26 Jahre alte US-Amerikanerin - eine Zivilangestellte bei den US-Streitkräften - hatte trotz Krankheitssymptomen und Quarantäneauflage am 8. September eine Bar besucht. Tags darauf erhielt sie den positiven Testbescheid. Der Frau droht ein Bußgeld wegen des Quarantäne-Verstoßes sowie ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung. Schon bevor sie Symptome hatte und zur Quarantäne aufgefordert wurde, war sie im Nachtleben unterwegs gewesen.

    31 Menschen in amerikanischem Hotel infiziert

    In der "Edelweiss Lodge" der US-Streitkräfte für Soldaten und deren Familien, wo die Frau beschäftigt war, infizierten sich 31 Menschen. Zunächst waren 25 Fälle bekannt. Am 17. September wurden laut Scharf sechs weitere Fälle gemeldet. Das Hotel ist derzeit geschlossen, es soll Anfang Oktober wieder öffnen.

    Infektionsketten schwer nachweisbar

    Auch bei einigen anderen Infizierten gibt es eine Verbindung zu der 26-Jährigen. Es handelt sich um einen Mitarbeiter einer Bar, in der die Frau war, und zwei Gäste eines Pubs, die zur selben Zeit wie die Frau dort waren. Auch ein vierter Infizierter hatte am selben Tag wie die Frau eine Bar besucht.

    💡 Was bedeutet 7-Tage-Inzidenz?

    Die 7-Tage-Inzidenz zeigt an, wie viele Menschen in einer Stadt oder einem Landkreis in einem Zeitraum von sieben Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Um den Wert vergleichbar zu machen, wird er pro 100.000 Einwohner angegeben. Berechnet wird er ganz einfach: Man addiert die täglich gemeldeten Neuinfektionen der vorangegangenen sieben Tage, teilt die Summe durch die Einwohnerzahl von Stadt oder Landkreis und multipliziert dies mit 100.000. Im Mai haben Bund und Länder die 7-Tage-Inzidenz als Richtwert für lokale Corona-Maßnahmen festgelegt. In Bayern gibt es einen Frühwarnwert: Ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen sollten Städte und Gemeinden Maßnahmen zur Eindämmung überprüfen. Ab dem bundesweiten Grenzwert von 50 Neuinfektionen sollten Lockerungen zurückgenommen werden.

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