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Auf Schwammerlpirsch mit einem Experten | BR24

© BR/Renate Roßberger

2020 ist ein gutes, aber normales Schwammerljahr. BR-Korrespondentin Renate Roßberger war mit Sepp Hoffmann unterwegs, ein leidenschaftlicher Schwammerlsucher und Experte.

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Auf Schwammerlpirsch mit einem Experten

Spätsommer ist Schwammerlzeit: BR-Korrespondentin Renate Roßberger war mit Sepp Hoffmann unterwegs, leidenschaftlicher Schwammerlsucher und Experte. Sepp Hoffmann teilte bereitwillig seine Expertise. Und natürlich wurden die beiden auch fündig.

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2020 ist ein gutes, aber normales Schwammerljahr. Sepp Hoffmann, leidenschaftlicher Schwammerlsucher und Experte aus dem Bayerischen Wald, rechnet nicht mit einer Schwammerlschwemme. Aber es gibt wieder so viele wie früher in den "normalen" Bayerwald-Jahren, findet er.

Ohne Feuchtigkeit keine Schwammerl

Denn heuer hat man keine so großen Probleme mit mangelnder Feuchtigkeit im Boden wie in den letzten beiden extremen Trockenjahren, wo der Wald unter Dürre, Hitze und kaum Regen gelitten hatte. 2020 hat es immer wieder geregnet. Die Temperaturen sind auch nicht so ins Extreme geklettert. Das ist gut für Pilze. Auch wenn es momentan wenig regnet, schadet es den Schwammerln nicht. Denn sie profitieren momentan schon vom Tau, der sich über Nacht bildet.

Morgens auf die Pirsch

Deshalb rät Sepp Hoffmann dazu, gleich morgens auf Schwammerlpirsch zu gehen. Denn die Pilze schießen meist über Nacht aus dem Waldboden. Mitnehmen sollte man nur die, die man sicher kennt - also nicht alles abschneiden und später irgendwen, der sich auskennt, um Rat fragen. Alte Pilze, denen man schon ansieht, dass sie wurmig oder matschig sind, sollten Schwammerlgeher immer stehenlassen, denn dann können sie im Wald noch ihre Sporen ausschicken und für weitere Pilze sorgen.

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Ein Steinpilz

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Schwammerl, geputzt und geschnitten

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Elisabeth Hoffmann beim Schneiden und Putzen einer reichlichen Schwammerlausbeute

Vorsicht mit dem Pilzgewebe

Sepp Hoffmann rät dazu, Pilze sauber mit dem Messer unten am Fuß abzuschneiden und keinesfalls raus zu reißen, denn sonst beschädigt man das Pilzgewebe im Boden. Vorsichtig rausdrehen ist die zweitbeste Lösung.

Willkommene Abwechslung in Corona-Zeiten

Für ihn ist das Schwammerlgehen seit Jahrzehnten seine große Leidenschaft, aber heuer ganz besonders wichtig: Allein im Wald unterwegs zu sein, ohne Mund-Nase-Bedeckung, Natur, Wald und Bäume genießen, sei das beste Mittel gegen den allgemeinen Corona-Frust, unter dem auch der 76-Jährige leidet.

Im Wald denkt man nicht mehr an "das ewige Risiko und die Vorsicht", sagt er, sondern kann endlich entspannen und durchatmen. Und wenn man dann noch einen Schwammerl findet, ist das für Sepp Hoffmann die perfekte Kombination aus Finderglück und Belohnung.

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