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Audi-Stellenabbau: Stadt Ingolstadt beruhigt Betroffene | BR24

© picture alliance-dpa/ Stephan Goerlich

Ein Audi-Mitarbeiter hält einen Kasten mit Audi-Logos in Händen auf der Montagelinie Audi A4 im Werk der Audi AG in Ingolstadt.

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    Audi-Stellenabbau: Stadt Ingolstadt beruhigt Betroffene

    Audi will rund 9.500 Stellen an deutschen Standorten abbauen. Die Stadt Ingolstadt reagiert trotzdem gelassen. Geplante Großprojekte seien nicht gefährdet. Wegfallende Arbeitsplätze will die Stadt durch Fördermaßnahmen kompensieren.

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    Nach der gestern veröffentlichten Zukunftsstrategie von Audi, die einen Abbau von rund 9.500 Stellen an deutschen Standorten vorsieht, reagiert die Stadt Ingolstadt besonnen. Oberbürgermeister Christian Lösel (CSU) verwies in einem öffentlichen Schreiben darauf, dass durch das Wegfallen von Arbeitsplätzen die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt sinken.

    "Jedoch sind wir schuldenfrei und haben Rücklagen aus den guten Jahren. Unsere geplanten Großprojekte - Kitas, Schulen, Infrastruktur - stehen ausdrücklich nicht zur Debatte". Christian Lösel, Ingolstadts Oberbürgermeister

    Oberbürgermeister begrüßt Jobgarantie

    Die Grundsatzvereinbarung, die der Audi-Betriebsrat mit der Unternehmensführung beschlossen hat, sieht eine Verlängerung der Beschäftigungsgarantie bis Ende 2029 vor. Betriebsbedingte Kündigungen sind damit im kommenden Jahrzehnt ausgeschlossen. "Wir begrüßen sehr, dass mit der Verlängerung der Jobgarantie bis 2029 Sicherheit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen wurde", so Lösel. "Wir teilen hier ausdrücklich die Freude des Betriebsrates über diesen Erfolg."

    Stadt Ingolstadt will Beschäftigungslücke schließen

    Das Wegfallen der Arbeitsplätze soll laut Vereinbarung sozialverträglich und über Vorruhestandsregelungen und Altersteilzeit erfolgen. Details zu diesen Maßnahmen sollen in den nächsten Wochen und Monaten erarbeitet werden. Wie sich der Stellenabbau auf die Werke Ingolstadt und Neckarsulm verteilen wird, ist noch offen. Sicher scheint, dass Audis Zulieferer in der Region vom Stellenabbau betroffen sein werden. Um die Lücke am Arbeitsmarkt zu schließen, die in Folge des Audi-Stellenabbaus bis 2025 entstehen wird, will Ingolstadt den technologischen Wandel durch Förderung von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz erreichen.